Kommentar zur Bad Godesberger Stadthalle

Sanierung mit Folgen

Godesberg Trinkpavillon: vl. Elisabeth Schliebitz, Joachim Schäfer, Sabine Köhne Kayser, Sigi Scholz, Wolfram Kuster.

Godesberg Trinkpavillon: vl. Elisabeth Schliebitz, Joachim Schäfer, Sabine Köhne Kayser, Sigi Scholz, Wolfram Kuster.

Die Bad Godesberger müssen die nächste Herausforderung aufnehmen: Mit Sanierung der Stadthalle verliert der Stadtbezirk nicht nur eine große Veranstaltungsstätte. Es wird auch dazu führen, dass der Kurpark weiter verwaist.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der junge Verein Bürger.Bad.Godesberg kann sie nun tatsächlich zu Grabe tragen. Denn sein großes Engagement im Trinkpavillon ist nur ein Gastspiel bis Mitte 2020. Auch wenn die Zapfstelle der Kurfürstenquelle 15 Jahre jünger als die Stadthalle ist, muss sie für die Sanierung geschlossen werden. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass beide Gebäude an dieselbe marode Heizungsanlage angeschlossen sind.

Die Liste der Schäden, die das Städtische Gebäudemanagement nun nennt, ist so lang, dass man sich Sorgen machen muss. Nach Beethovenhalle und Oper steht nun die nächste aufwendige und teure Gebäudesanierung in Bonn an. Es hört sich so an, als ob im Prinzip nur noch die Grundmauern der denkmalgeschützten Halle stehenbleiben können. Vom Dach bis zum Boden muss so ziemlich alles ausgetauscht werden, was zu einem Haus gehört. Mal sehen, welche Überraschungen bei den Arbeiten noch auftauchen. Zu Recht gibt die Verwaltung vor Planung noch keine Kosteneinschätzung ab.

Wie es der Verein jetzt bereits tut, muss sich auch die Stadt über den Kurpark Gedanken machen. Der ist ohnehin schon recht dunkel und kann während der Sanierung, ohne das Leben im Umfeld der Stadthalle, schnell zum Angstraum werden.

Die Jahre ab 2020 werden hart. Der Stadtbezirk verliert seinen großen Veranstaltungssaal samt der Räume für Feiern und Veranstaltungen. Das werden die Hoteliers und Gastronomen sicher zu spüren bekommen. Die Folgen versäumter Instandhaltung sind jetzt noch nicht abzusehen.