Ausblick 2019 für Wachtberg: In Pech ist nach dem Brückenbau vor dem Brückenbau

Ausblick 2019 für Wachtberg : In Pech ist nach dem Brückenbau vor dem Brückenbau

Die Verkehrssituation am Grünen Weg in Pech ist weitestgehend entspannt. Die Bauarbeiten werden die Anlieger aber noch eine Zeit beschäftigen. 2019 geht auch das Buskonzept in Wachtberg an den Start.

Es waren vor allem Baustellen, die im vergangenen Jahr für Gesprächsstoff im Drachenfelser Ländchen sorgten – und wohl auch im neuen Jahr sorgen werden. Im Blickpunkt stand dabei im Herbst insbesondere Pech: Während Anlieger und Geschäftsleute das verspätete Ende des Brückenneubaus an der Pecher Hauptstraße herbeigesehnt hatten, rollen seit Anfang Oktober nun ein paar Hundert Meter Luftlinie entfernt am Grünen Weg erneut die Bagger: Auch hier muss noch eine Brücke erneuert werden, die von den verheerenden Unwetterfluten im Juni 2016 zerstört worden war.

Bislang verlaufen die Bauarbeiten, die im Frühjahr beendet sein sollen, nach allem, was zu hören ist, ohne die anfangs befürchteten negativen Auswirkungen auf den Verkehr. Dazu trägt sicherlich bei, dass die Gemeinde zeitnah eine Fußgängerbehelfsbrücke bauen ließ, die Schulkindern und älteren Bürgern Umwege erspart.

Einzelhändler beklagten herbe Einbußen

Auch für den im Pecher Ortskern ansässigen Einzelhandel scheint sich die Situation nach dem Ende der über zweijährigen Arbeiten an der Pecher Hauptstraße zu entspannen. Einige Geschäftsleute hatten herbe Umsatzeinbußen beklagt. „Es ist jeden Tag ein Stück besser geworden“, bekräftigte am Donnerstag Maria Sonntag, Mitinhaberin der Bäckerei Charlys Backstube. Gleichwohl sei die ursprüngliche Kundenfrequenz noch nicht erreicht: „Es braucht Zeit, bis es in den Köpfen der Kunden angekommen ist, dass sie keine Umleitung mehr fahren müssen.“

Was sich Maria Sonntag aber wünscht, ist jener Runde Tisch, den Bürgermeisterin Renate Offergeld den Gewerbetreibenden entlang der Hauptraße in Aussicht gestellt hatte: „Bislang habe ich noch nichts gehört“, merkt Sonntag an. „Geplant haben wir das Treffen ab der sechsten Kalenderwoche“, bekräftigte die Bürgermeisterin auf Anfrage. In der kommenden Woche werde die Gemeinde einen definitiven Termin bekannt geben und dann auch die Geschäftsleute einladen.

Weiteres Großprojekt im Herzen Niederbachems

Sind die Baumaßnahmen in Pech sozusagen ein notwendiges Übel, auch um für die Anwohnern langfristig einen deutlich besseren Hochwasserschutz zu gewährleisten, dient ein weiteres Großprojekt im Herzen Niederbachems erklärtermaßen zur Verschönerung: Seit September werden vor dem Henseler Hof Gehsteige und die Straße aufgerissen, um dem Dorfplatz eines neues Profil und damit mehr Aufenthaltsqualität zu geben. Obwohl die Gemeinde nicht müde wird daraufhin hinzuweisen, dass es sich hier um eine Mehrheitsentscheidung handele, gibt es viel Kritik an der Maßnahme wie am Baustellenmanagement. Vor allem beklagen die Gewerbetreibenden 40-prozentige Umsatzrückgänge.

Was viele Wachtberger positiv stimmen dürfte: Im Sommer soll ein neues Buskonzept umgesetzt werden, das auf drei Säulen fußt. Vor allem geht es um eine optimierte Taktung und Fahrten der Linien 855, 856 und 857. Ferner soll der jetzige Taxibus in Zukunft als Kleinbuslinie 881 zwischen Villip/Pech und dem Einkaufszentrum pendeln. Drittens ist geplant, die Schulbusse abzuschaffen, weil diese Aufgabe nun reguläre Linien übernehmen. Einige Eltern befürchten nun allerdings, dass ihre Kinder Probleme auf dem Schulweg bekommen werden. Ein Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises hatte aber bereits darauf hingewiesen, dass sich nur alle drei Säulen zusammen umsetzen ließen.

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