Mitmachtag der Jugendfeuerwehr Adendorf: Helfen und Retten als Hobby

Mitmachtag der Jugendfeuerwehr Adendorf : Helfen und Retten als Hobby

Arne ist zwar erst elf Jahre alt. Dennoch hat der Junge bereits ein sehr ehrenwertes Hobby: Er trainiert und übt jeden Montag, um später einmal in einem Notfall andere Menschen retten und ihnen helfen zu können. Und das ehrenamtlich, versteht sich.

Der Blondschopf ist seit kurzer Zeit begeistertes Mitglied in der Jugendfeuerwehr Adendorf/Pech. Dass manche Klassenkameraden den Elfjährigen aufziehen nach dem Motto, "schaut mal, da kommt der Feuerwehrmann", interessiert ihn wenig: "Ich bleibe bei der Feuerwehr. Das ist mein großes Hobby." Natürlich hören Michael Loup, Jugendwart bei der Löschgruppe Pech, sein Stellvertreter Sven Pagen sowie Tobias Merzenich, Jugendwart in der Adendorfer Löschgruppe, das gerne. Trotzdem würden sie sich noch mehr Jugendliche wie Arne wünschen, die sich in der Feuerwehr engagieren. Darum wollen sie Nachwuchs bei einem "Mitmachtag" begeistern, der am kommenden Samstag ab 13 Uhr im Adendorfer Feuerwehrhaus stattfindet. Am 14. März folgt dann ab 13 Uhr ein weiterer Mitmachtag im Pecher Feuerwehrhaus.

Egal wo man sich gestern unter den jungen Aktiven der Jugendfeuerwehr umhörte, die im Adendorfer Feuerwehrhaus übten, die Jugendlichen zeigten sich hochmotiviert. Für Simon beispielsweise ist der Feuerwehrdienst so etwas wie eine Familienangelegenheit. Nicht nur, dass auch seine Schwester in der Feuerwehr ist. Vor allem Vater Frank-Lothar Adams ist für den Elfjährigen ein leuchtendes Beispiel. "Der ist nämlich Löschgruppenführer in Pech." Zudem sei es mehr als das freundschaftliche Miteinander, wie Arne lobt, und die laut Niclas "tollen Übungen, die viel Spaß machen". Für die 14-jährige Jenny zählt vor allem, "dass man mit den Betreuern über alles reden kann". Zudem würden diese sich alle Mühe geben, Wünsche der Jugendlichen zu erfüllen. So wollte Jenny unbedingt an einer 24- Stunden-Übung teilnehmen.

Bei aller positiven Resonanz ist die Arbeit für die Jugendwarte alles andere als leicht. Denn die Zahl der Aktiven ist höchst schwankend, sagt der Adendorfer Jugendwart Merzenich. Derzeit machen zwölf Jugendliche in Adendorf und Pech mit. Dabei muss die Feuerwehr nicht nur mit schulischen Nachmittagsangeboten und Vereinen konkurrieren. Ein Problem ist vor allem, wenn Kinder mit zehn Jahren zur Jugendfeuerwehr kommen, dann aber bald eine weiterführende Schule in den Nachbarkommunen besuchen. Dann stellten Jugendwarte fest, dass viele sich bei ihrer Freizeitgestaltung neu orientieren und der Feuerwehr den Rücken kehren.

Dass die Jugendfeuerwehr gleichwohl viel an Freizeitwert in Verbindung mit dem Dienst für eine gute Sache zu bieten hat, können Interessierte am Samstag beim Mitmachtag erleben. Auf dem Programm stehen neben einer Fahrzeugschau auch Übungen, bei denen Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist.

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