Einigung auf Messverfahren: So steht es um die Windenergieanlagen in Swisttal

Einigung auf Messverfahren : So steht es um die Windenergieanlagen in Swisttal

Wieder Bewegung in Sachen Windenergieanlagen. Bundespolizei, Projektentwickler, ein Gutachter des Fraunhofer Instituts und die Gemeinde haben sich auf ein Messverfahren geeinigt.

Seit 2017 war es ruhig rund um die Pläne für den Bau von Windenergieanlagen in Heimerzheim „Im Kessel“ und „An der Fuchskaul“ sowie in Ollheim „Am Vershovener Weg“. Damals hatten Bundespolizei und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ihre Zustimmung nicht erteilt, weil mit den Anlagen kein störungsfreier Empfang der empfindlichen Antennenanlagen der Bundespolizei gewährleistet werden kann. Es müsse geprüft werden, ob es durch die Windenergieanlagen zu einer Störung der Funktionsfähigkeit einer Funkstelle oder einer Radaranlage komme, um dann im zweiten Schritt die rechtliche Bewertung vorzunehmen, ob diese Störung so wesentlich ist, dass sie dem eigentlich privilegierten Vorhaben der Windenergie an dem Standort entgegenstehen würde.

Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache: Bundespolizei, Projektentwickler, ein Gutachter des Fraunhofer Instituts und die Gemeinde haben sich auf ein Messverfahren geeinigt, mit dem die Funkverträglichkeit zwischen den geplanten Windenergieanlagen und den vorhandenen Antennenstandorten der Bundespolizei gutachterlich festgestellt werden kann. Mit Hilfe der Messergebnisse sollen Grenzwerte für die geplanten Windenergieanlagen in verschiedenen Szenarien ermittelt und bewertet werden.

Der Vertreter der Bundespolizei aus dem Referat Funkaufklärung habe sich mit der Methodik einverstanden erklärt, wie die Verwaltung dem Planungs- und Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung berichtete. Es sei vereinbart worden, dass der Gutachter die genaue Messung vor Ort mit der Bundespolizei abstimmt. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll über weitere Verfahrensschritte beraten werden.

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