Heinrich-Böll-Sekundarschule: Training mit den Fußball-Profis

Heinrich-Böll-Sekundarschule : Training mit den Fußball-Profis

Die Ex-Bundesligaspieler Michael Klinkert und Marcel Witeczek besuchen die Heinrich-Böll-Sekundarschule in Merten. Bei der Aktion handelt es sich um eine Initiative der AOK Rheinland/Hamburg.

„Stopp! Freistoß!“, ruft Michael Klinkert, ehemaliger Spieler für Borussia Mönchengladbach und den FC Schalke 04. Nach dem Aufwärm- und Koordinationstraining hat er die 22 Sechst- und Siebtklässler der Mertener Heinrich-Böll-Sekundarschule in vier Gruppen aufgeteilt. Sie spielen abwechselnd auf dem Feld in der Schulturnhalle, dessen Maße an die eines Fußballplatzes nicht ganz herankommen. Es geht also schnell hin und her zwischen den Toren.

Zwei Mannschaften haben gerade Pause. Ihre Spieler sitzen auf der Bank und beobachten das „Turnier“. Die Sportlehrer haben für diese Trainingseinheit Schüler ausgewählt, die sowieso schon Interesse am Fußball haben und in Schulmannschaften oder Vereinen spielen. Niemand albert herum, alle sind konzentriert bei der Sache.

„Wir wollen den Kindern Sport als etwas anbieten, das ihnen Spaß macht und einen Ausgleich bedeutet. Es ist wichtig, sie zu motivieren, damit sie aus Eigeninitiative dranbleiben. Für uns ist das auch eine Präventivmaßnahme“, sagt Marcel Witeczek, der bei Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München unter Vertrag war. Heute arbeitet er bei der AOK und gibt Trainingseinheiten und Fortbildungen an weiterführenden Schulen.

„Wir arbeiten mit dieser Aktion schon seit über zehn Jahren für eine bessere Kindergesundheit, und es macht uns immer Spaß. Wir geben Trainingsstunden an über 50 weiterführenden Schulen pro Jahr und auch an einigen Grundschulen.“

Die beiden Trainingsstunden sind Teil der Initiative „Fit durch die Schule“, die Schulen Fördergelder für die Verbesserung ihres Sportangebots bereitstellt. „Wir haben uns beworben, und vor wenigen Tagen kam dann der Brief, dass wir angenommen wurden“, erzählt Sportlehrer Roland Hoffe.

„Über zwei Jahre hinweg bekommen wir 3672 Euro. Wir möchten mit diesem Geld Schülern ab 15 Jahren ermöglichen, sich zu Junior-Coaches und Sporthelfern ausbilden zu lassen. In der großen Pause können sie jüngere Mitschüler beaufsichtigen und mit ihnen Spiele veranstalten.“

Ein Tor fällt, dann folgt der Wechsel. Die Schüler geben ihre Leibchen an die nächste Gruppe ab und setzen sich auf die Bank. Sie sind zufrieden mit dem Training. „Ich spiele Fußball, weil es Spaß macht, zusammen zu spielen und zu gewinnen“, sagt Sharjel (11). „Es ist wichtig, im Team spielen zu können“, findet auch der gleichaltrige Tim. „Mir gefällt es. Und Sport kann ja nicht schaden“, meint Daniel (12).

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