Windkraft in Sechtem: Pläne für Sechtem ruhen offenbar

Windkraft in Sechtem : Pläne für Sechtem ruhen offenbar

2014 beantragte Enercon Bau von sechs Anlagen. Doch jetzt ist offenbar fraglich, inwieweit Enercon seine Pläne noch weiter verfolgt: Das Verfahren scheint zu ruhen.

Sechs Windräder mit einer Höhe von 150 Metern wollte Enercon eigentlich in Bornheim-Sechtem auf zwei Flächen zwischen den Landesstraßen 192 und 190 sowie den Bahnschienen bauen. Den entsprechenden Antrag hatte das Unternehmen bereits im Februar 2014 beim Rhein-Sieg-Kreis eingereicht. Doch jetzt ist offenbar fraglich, inwieweit Enercon seine Pläne noch weiter verfolgt: „Nach unserem Eindruck betreibt der Investor das Verfahren momentan nicht prioritär“, sagte Kreispressesprecherin Rita Lorenz auf GA-Nachfrage: „Das Verfahren scheint zu ruhen.“

Gutachten: Windräder stören Funksignale für Piloten nicht

Enercon-Pressesprecher Felix Rehwald konnte am Donnerstag zum Stand der Pläne für Sechtem keine Auskunft geben. Das Vorhaben war zuletzt in einer langen Wartschleife gewesen. Auslöser dafür waren Bedenken des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung zu den Sicherheitsabständen um Drehfunkfeuer an Flughäfen. Eine gesetzliche Änderung hatte den Abstand von einem Drei- auf einen 15-Kilometer-Radius erhöht. Der Kreis, der die Bereitschaft zur Genehmigung bereits signalisiert hatte, beauftragte daraufhin ein Gutachten. Seit Oktober ist das Ergebnis bekannt: Demnach würden die Windräder die Funksignale des Köln/Bonner Flughafens nicht stören (der GA berichtete).

Das Amt für Technischen Umweltschutz des Kreises sollte daher nun das immissionsschutzrechtliche Verfahren zur Zulassung des Windparks fortführen. Ein Projektentwickler von Enercon hatte sich im Oktober zuversichtlich gezeigt, beim Ausschreibungsverfahren ausreichend hohe Einspeisevergütungen zu erzielen, um den Windpark wirtschaftlich betreiben zu können.

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