Öffentlicher Personennahverkehr: Alfters Bushaltestellen sollen barrierefrei werden

Öffentlicher Personennahverkehr : Alfters Bushaltestellen sollen barrierefrei werden

Die Gemeinde beauftragt ein Ingenieurbüro mit den Planungen. In Arbeit ist auch ein Antrag für Fördergelder, der erst an den Zweckverband Nahverkehr Rheinland und dann nach Düsseldorf geht.

Die Bushaltestellen in Alfter sollen barrierefrei werden. In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses haben die Kommunalpolitiker den Startschuss für die Planung abgesegnet. Einstimmig bestätigten sie eine von Bürgermeister Rolf Schumacher und Grünen-Ratsherr Wilhelm Windhuis Mitte Januar unterzeichnete Dringlichkeitsentscheidung zur Beauftragung eines Ingenieurbüros. Das Büro soll die erforderlichen Unterlagen anfertigen, um beim Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) einen Finanzierungsantrag zu stellen. Dieser ist Grundlage, um Fördergelder für die Bauarbeiten an insgesamt 32 Bushaltestellen zu erhalten.

Hintergrund ist die Forderung der EU, dass der öffentliche Personennahverkehr bis zum 1. Januar 2022 vollständig barrierefrei sein soll. Wie Benjamin Jeschor von der Pressestelle des NVR auf Anfrage erläuterte, sei der NVR in diesem Fall nur eine Zwischeninstanz. Aufgrund der EU-Vorgabe gebe es ein Sonderprogramm des Landes für Maßnahmen, die „im besonderen Landesinteresse“ sind, so Jeschor. Der NVR wird den Antrag aus Alfter nach Düsseldorf weiterleiten. Sollte das Land kein Geld bewilligen, geht der Antrag zur Entscheidung zurück an den NVR. Laut Jeschor liegt die Förderquote in beiden Fällen bei 90 Prozent.

Im Grundsatz befürworten die Alfterer Kommunalpolitiker den Ausbau. Allerdings kritisierten Bolko Graf Schweinitz (Freie Wähler) und Albert Wulff (FDP) die Dinglichkeit in diesem Fall. Einerseits muss der Antrag beim NVR bis Ende März 2018 eingegangen sein, andererseits steht die Gemeinde bereits seit März 2016 mit dem NVR in der Sache in Kontakt. Bürgermeister Schumacher sicherte Besserung bei Dringlichkeitsentscheidungen zu. Wie Alfters Kämmerer Nico Heinrich auf Anfrage des General-Anzeigers sagte, habe die Gemeinde für Planung und Ausbau der Haltestelle bislang 250 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

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