Diakonisches Werk an Sieg und Rhein: Abschied mit zwei lachenden Augen

Diakonisches Werk an Sieg und Rhein : Abschied mit zwei lachenden Augen

Der langjährige Verwaltungsleiter des Diakonischen Werkes an Sieg und Rhein, Jürgen Achenbach, geht nach fast 34 Jahren in Rente.

In Jürgen Achenbachs Büro fallen jedem Besucher die Fotos von schneebedeckten Bergen direkt ins Auge. „Ich fahre oft mehrmals im Winter in den Skiurlaub. Das ist für mich die beste Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen“, erzählt der Verwaltungsleiter des Diakonischen Werkes an Sieg und Rhein. Er muss es wissen, denn nach fast 34 Jahren im Evangelischen Kirchenkreis geht Achenbach in den Ruhestand. Am Mittwoch wird er im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Sankt Augustin-Mülldorf verabschiedet.

Nach einer Ausbildung zum Diplomverwaltungswirt arbeitete Achenbach bis 1982 zunächst für den Rhein-Sieg-Kreis. Dann wechselt er zum Evangelischen Kirchenkreis an Sieg und Rhein. „Hier hatte ich einen direkten Bezug zur Kirche, die für mich schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat“, sagt Achenbach. In den letzten 23 Jahren hatte er dann die Stelle als Verwaltungsleiter der Diakonie inne. Freunde hätten ihm immer wieder geraten, doch in die Wirtschaft zu wechseln. Nach ein paar Jahren war er allerdings froh, das nicht getan zu haben.

Tief in der Region verwurzelt

Auch im Diakonischen Werk tat sich viel in den vergangenen Jahren. Gerade die Ausdehnung der Arbeitsbereiche und die Anstellung von neuen Mitarbeitern sei eine Herausforderung gewesen. Dadurch entstanden höhere Ausgaben, die wiederum gestemmt werden mussten. „Manchmal muss man einfach und pragmatisch reagieren, um Lösungen zu finden“, zieht er sein Fazit aus dieser Zeit.

Schaut man sich die Fotos hinter seinem Schreibtisch genauer an, ist dort auch ein Foto aus dem verschneiten Windeck zu sehen. Kein Wunder, Achenbach ist dort tief verwurzelt. Er ist an der oberen Sieg aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Jeden Morgen fährt er mit dem Zug nach Siegburg. Das gehe schneller als mit dem Auto, erklärt er. „Außerdem kann ich morgens die Zeitung lesen und muss nicht verzweifelt nach einen Parkplatz suchen.“ Wie viele Zugkilometer er bis heute gefahren ist, kann er aber nur schätzen.

Ein Gefühl der Vorfreude und der Wehmut

Für die Zeit im Ruhestand hat Achenbach jede Menge Pläne. Nicht nur große Reisen wie die Umrundung von Irland oder ein Trip zum Nordkap sind geplant. Neben seiner Leidenschaft fürs Fahrrad fahren, kümmert er sich auch gerne um seinen Garten, aus dem er zurzeit immer reife Tomaten mit zur Arbeit nimmt. Auch im Männergesangverein Eintracht Leuscheid und dem Chor Multiple Voices singt er in seiner Freizeit mit, und mit seiner Dauerkarte für den Handballverein VfL Gummersbach wird er sich das ein oder andere Spiel anschauen.

Dann zitiert der sportbegeisterte Achenbach den ehemaligen Fußballtrainer und Nationalspieler Horst Hrubesch. „Ich gehe mit einem weinenden Auge, aber doch mehr mit zwei lachenden Augen.“ Achenbach werde ganz besonders das Zusammensein mit seinen Kollegen vermissen, aber er fühle sich auch noch sehr gut und freue sich auf die kommende freie Zeit.

Verabschiedet wird Jürgen Achenbach am Mittwoch ab 18.30 Uhr im Mülldorfer Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Bonner Straße.

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