Kommentar zur Radpendlerroute

Langwieriges Verfahren

Behinderung für Radfahrer sollen möglichst weichen

Behinderung für Radfahrer sollen möglichst weichen

Rhein-Sieg-Kreis. Der ADFC geht mit gutem Beispiel voran, entwickelt neue Routenideen und stellt sie zur politischen Diskussion. Das bringt das drängende Thema zumindest ein bisschen voran, ändert aber nichts daran, dass die Umsetzung viele Jahre dauern wird, kommentiert GA-Redakteurin Bettina Köhl.

Dass Radschnellwege helfen können, die angespannte Verkehrssituation in der Region zumindest ein wenig zu lockern, ist nicht umstritten. Quer durch die Fraktionen wird mehr Platz für Radfahrer gefordert. Schwierig ist allerdings der Weg dahin. Der ADFC geht mit gutem Beispiel voran, entwickelt neue Routenideen und stellt sie zur politischen Diskussion. Das bringt das drängende Thema zumindest ein bisschen voran, ändert aber nichts daran, dass die Umsetzung viele Jahre dauern wird. Schwierig wird es immer dann, wenn es an die Details der Trassenplanung und an die Finanzierung geht.

Die geforderten drei Meter breiten geraden Fahrbahnen lassen sich nicht so einfach schaffen. Sie sind bei einer Nutzung durch normale Radler und schnelle E-Bike-Nutzer das Mindeste. Hier sollten die Planer genau hinschauen und die Radrouten lieber auf Zuwachs planen. Der Vorschlag des ADFC, Drängelgitter und andere Hindernisse zu verringern, ist hingegen leichter umzusetzen.

Tatsache ist: Der Radverkehr wird an vielen Stellen ausgebremst, auch auf den vorhandenen Radwegen und Straßen. So diese Woche in der Siegburger Innenstadt, wo eine Fahrspur so lange von einem Lkw zugeparkt war, dass sich der Verkehr samt Bussen Hunderte Meter zurückstaute. Auch für wendige Radfahrer war kein Durchkommen mehr. Solange es keine Pendlerrouten gibt, müssen zumindest die vorhandenen Wege frei sein.