Sövenrock-Festival in Hennef: Knackige Bässe und harte Riffs

Sövenrock-Festival in Hennef : Knackige Bässe und harte Riffs

Als Norbert Remy vor fast zehn Jahren mit viel Rock'n'Roll seinen 50. Geburtstag im Sövener Hof feierte, ahnte er noch nicht, das daraus ein Rockfestival mit Tradition werden sollte.

Zum elften Mal rockten Bands aus der Region am Wochenende zwei Abende lang das Parkett in Söven. Zu Kölschrock und Klassikern der Gitarrenmusik schwingen Alt und Jung seither gemeinsam das Tanzbein.

Drei Männer mit Herz für die harten Töne braucht es in Söven, um das Sövenrock-Festival ein- bis zweimal im Jahr aus dem Boden zu stampfen. Während Mitstreiter Werner Koch und Gastwirt Peter Eymael selbst zu Gitarre oder Mi-krofon greifen, steht Norbert Remy am liebsten vor der Bühne. Dort eröffnet er traditionell den Tanz mit seiner Frau Brigitte Kronsbein-Remy. Sie trägt die berühmt-berüchtigte Zunge der Rolling Stones auf einem mit Pailletten besetzten T-Shirt, bei ihm prangt das Organ der Stones auf den Socken.

Im Sövener Hof ist das Publikum an diesem Abend gemischt. "Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, dass Jugendliche mit den Alten hier gemeinsam tanzen", sagt Remy. Rund 170 Besucher drängen sich an beiden Tagen vor der kleinen Bühne. Dort begannen "RockHouse" damit, den Gästen einzuheizen. Tags zuvor schon standen hier unter anderem die Jungs von "Hingerhoff" mit ihrem "Rock us Kölle".

Die Stimmung in der Halle ist derweil herzlich, die Bässe knackig und die Gitarrenriffs beinhart. Beim Sövenrock mischt sich das Flair lokaler Schulbands, heimischer Altrocker und universal gültiger Rockhymnen. Vom 20- bis zum 60-Jährigen drücken sich auch auf der Bühne Jung und Alt die Klinke in die Hand.

Und dann ist da noch Gastwirt Peter Eymael, der immer für eine Überraschung gut ist. So fuhr er vor drei Jahren schon einmal vor dem staunenden Publikum mit einer Harley Davidson vor die Bühne. Und wenn er nicht gerade in guter alter Rockermanier Gitarren zerschmettert, dekoriert er selbige mit 30 Wunderkerzen, während er ihr verzerrte Klänge entlockt. Mehr Rock'n'Roll-Klischees gibt es dann wohl nicht einmal auf den großen Bühnen, auf denen die Rolling Stones höchstpersönlich spielen.

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