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Neue Brücke von Erpel nach Remagen: Bürger sollen sich zur neuen Brücke in Remagen äußern

Neue Brücke von Erpel nach Remagen : Bürger sollen sich zur neuen Brücke in Remagen äußern

In Remagen ist eine neue Brücke für Radfahrer und Fußgänger im Gespräch. Die Bürger von Erpel, Unkel und Remagen sollen online die Chancen einschätzen und ihre Wünsche mitteilen.

Derzeit erinnern nur noch zwei Türme am Rheinufer in Erpel daran, dass hier einmal eine Brücke über den Rhein geführt hat. Die Ludendorff-Brücke wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört und kam durch den Film „Die Brücke von Remagen“ zu überregionaler Bekanntheit.

Jetzt gibt es Überlegungen dazu, dass zumindest Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle zukünftig wieder über den Rhein gehen oder radeln können. Die Bürgermeister der Stadt Remagen, der Ortsgemeinde Erpel und der Verbandsgemeinde Unkel teilen mit, dass sie darüber nachdenken, an der Stelle der historischen Ludendorff-Brücke zwischen Remagen und Erpel eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Rhein zu errichten.

Die Brücke soll danach als Ergänzung zur Personenfähre „Nixe“ die beiden Rheinseiten rund um die Uhr miteinander verbinden. Parallel könnten auch die historischen Brückenköpfe saniert werden, heißt es in der Mitteilung. Eine Brücke für Autos sei allerdings nicht vorgesehen.

Bevor es an konkrete Pläne geht, sind nun die Bürger gefragt. Bei einer Online-Befragung sollen Bürgerinnen und Bürger und die Gewerbetreibenden vor Ort das geplante Brückenprojekt einschätzen und mitteilen, welche Chancen und Herausforderungen sie darin sehen.

Bislang gab es laut Verwaltung erst einige Vorgespräche und Abfragen, ob sich die gewünschte Brücke realisieren lässt. Dabei sei deutlich geworden, dass das ein sehr ambitioniertes und komplexes Projekt sei. Die Gespräche ließen aber auch hoffen, dass eine solche Rheinquerung an dieser Stelle gelingen könne.

Die Bürgermeister Günther Hirzmann, Ortsgemeinde Erpel, Björn Ingendahl, Stadt Remagen, und Karsten Fehr, Verbandsgemeinde Unkel, bitten ihre Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibenden darum, an der Befragung teilzunehmen. Noch vor der Sommerpause sollen voraussichtlich die ersten Ergebnisse veröffentlicht werden.

Die Befragung ist anonym und vertraulich und wird von Holger J. Schmidt und seinem Projektteam von der Hochschule Koblenz wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Karsten Fehr hofft, dass über die Online-Befragung viele Menschen erreicht werden, da sie daran bequem von zu Hause oder unterwegs mit PC, Laptop oder Smartphone teilnehmen können. Das ist noch bis zum 31. März möglich.

Der Link zur Befragung ist auf den Websites der beteiligten Kommunen zu finden: www.remagen.de, www.vgvunkel.de.
Nähere Informationen zur Befragung gibt es bei der Verbandsgemeinde Unkel (Sonja Klewitz, ☏ 022 24/ 180 641, klewitz@vgvunkel.de) oder bei der Stadt Remagen (Marc Bors, ☏ 026 42/ 201 54, m.bors@remagen.de).
Eine Teilnahme an der Befragung ist möglich bis zum 31. März.