Amt an Verwaltungsspitze: Carsten Walbröhl wird neuer Beigeordneter in Niederkassel

Amt an Verwaltungsspitze : Carsten Walbröhl wird neuer Beigeordneter in Niederkassel

Carsten Walbröhl tritt zum 1. Mai das Amt des Beigeordneten in Niederkassel an. Der 46-Jährige aus Unkel sieht in der Kommunikation seine Stärke. Nach der Abstimmung im Hauptausschuss stimmt noch der Rat über die Personalie ab.

Der Ersatz für Sebastian Sanders ist gefunden. Carsten Walbröhl (46) heißt der neue Mann in der Niederkasseler Verwaltungsspitze, der zum 1. Mai das Amt des Beigeordneten antreten wird. „Ich erwarte mir im Rat ein einstimmiges Ergebnis“, zeigt sich Bürgermeister Stephan Vehreschild mehr als zufrieden nach der nicht öffentlichen Abstimmung im Hauptausschuss am Mittwochabend, bei der der CDU-Mann ein eindeutiges Ergebnis erzielte, mit dem er jetzt dem Rat empfohlen wird. Der wird öffentlich in der Sitzung am 18. Februar über seine achtjährige Amtszeit als Wahlbeamter abstimmen.

Aktuell arbeitet der Unkeler in der Wesselinger Verwaltung als Beigeordneter neben Bürgermeister Erwin Esser und wird von dort nach etwas mehr als einem Jahr den Rhein überqueren und in Zukunft wieder auf der rechten Rheinseite arbeiten. In Niederkassel ist Walbröhl verantwortlich für die Bereiche Bürger-, Ordnungs- und Standesamt, Schule, Kultur, Sport, Soziales und Jugend. „Ich habe eine emotionale Verbundenheit mit dem Rhein-Sieg-Kreis“, begründet Walbröhl den Wechsel, denn schließlich habe er 90 Prozent seines Berufslebens dort verbracht.

Der Diplom-Verwaltungswirt bringt die geforderten Qualifikationen mit. An erster Stelle ist das viel Erfahrung in kommunaler Verwaltung. Vor seinem Amtsantritt hat er in Wesseling als kommissarischer Amtsleiter für Straßenbau, Erschließungsbeiträge und Verkehr sowie als Amtsleiter des Baubetriebsamtes der Stadt Troisdorf gearbeitet. Zuvor war er auch acht Jahre Leiter des Bürgermeisterbüros und davor Organisator in der Organisationsabteilung des Hauptamtes der Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises sowie Sachbearbeiter der Ausländerabteilung des Kreises.

„Ich glaube, dass Kommunikation meine Stärke ist“, so der Unkeler. Er habe häufig in beschwerdeintensiven Bereichen wie dem Bürgermeisterbüro, dem Betriebshof oder dem Tiefbauamt gearbeitet. Sein Rezept: „Offene und ehrliche Kommunikation, die auch unangenehme Dinge zeitnah anspricht. Dann hat man sie auch schnell aus der Welt.“

Seine Freizeit nutzt Walbröhl für gemeinsame Aktivitäten mit seinen beiden Töchtern. Er findet einen Ausgleich in der Gartenarbeit oder geht mit seinem kleinen Hund spazieren. Auch Lesen zählt zu seinen Hobbys, insbesondere Biographien von historischen Persönlichkeiten. Sportliche Betätigung steht bei Walbröhl nicht so weit oben auf der Prioritätenliste. „Ich freue mich, wenn der FC Köln gewinnt und gehe ab und zu mal nach Bad Honnef zum Basketball.“

Die Ratsarbeit als Politiker kennt er ebenfalls, denn von 1995 bis 2005 war er in der Verbandsgemeine Unkel für die CDU-Fraktion ehrenamtlich aktiv, auch als Fraktionsvorsitzender. Sein Parteifreund Vehreschild ist froh darüber, dass die Qualifikationen stimmen. „Es passt aber auch vom menschlichen und vom Typ her sehr gut“, freut sich der Bürgermeister. Denn schließlich sei Walbröhl Rheinländer durch und durch.