Neues Einkaufscenter in der Grafschaft: SPD sieht Ansiedlung von Aldi und Rewe mit Skepsis

Neues Einkaufscenter in der Grafschaft : SPD sieht Ansiedlung von Aldi und Rewe mit Skepsis

Skepsis herrscht bei den Grafschafter Sozialdemokraten vor, wenn es um die geplante Ansiedlung von Aldi und Rewe im Innovationspark geht. Die Sorge: Infolge der Wachstumspolitik könnten die Baulandpreise explodieren.

Sorgfältig prüfen will die Grafschafter SPD das Vorhaben von Aldi und Rewe, sich gemeinsam mit einem Drogeriemarkt im Ringener Innovationspark niederzulassen. „Nach wie vor steht der Bau eines FOC in der Grafschaft auf der Tagesordnung, den wir als SPD ablehnen“, sagte SPD-Vorsitzender Udo Klein, „schon rückt das nächste Gewerbeansiedlungsprojekt an.“

Wie berichtet, soll am Innovationspark auf einer Fläche von 3,4 Hektar ein Einkaufscenter entstehen. Zusätzlich ist nach wie vor ein in der Nähe vorgesehenes Outlet-Center in der Planung. „Viel schneller als gedacht, bestätigt sich unsere Vermutung, dass nach der Haribo-Ansiedlung eine Sogwirkung auf andere Unternehmen einsetzt und der Run auf weitere Gewerbeflächen entsteht“, so Klein. Dies werde wohl nicht das Ende der Begehrlichkeiten sein.

Seine Befürchtung: Ein Gewerbegebiet wie in Mülheim- Kärlich könne entstehen. Klein weiter: „Die Bürger werden die Belastungen dieser Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik zu tragen haben.“ Die Versiegelung von Flächen in einer topografisch schwierigen Lage sorge mit Überflutungsgefahren, ungelösten Verkehrsproblemen und einem Flächenentzug für die Landwirtschaft schon jetzt für Probleme.

In Folge dieser Wachstumspolitik könnten die Baulandpreise explodieren. Auf die Gemeinde kämen erhebliche Investitionen in die Infrastruktur zu. „Das muss alles bedacht werden“, ergänzte SPD-Fraktionschef Hubert Münch.

Ein ungehemmtes Wachstum werde man nicht mittragen. „Wir setzten auf ein moderates und qualitatives Wachstum der hier angesiedelten Unternehmen“, betonte Klein. Zu den Aldi- und Rewe-Plänen lägen der SPD bislang keine konkreten Pläne vor. Sobald das der Fall sei, werde die SPD eine etwaige Ansiedlung unter den Aspekten der Verbesserung der Nahversorgung, der Wettbewerbssituation und des Flächenbedarfs prüfen und bewerten.

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