Gemeinderat Grafschaft: Der Dritte im Bunde fehlt noch

Gemeinderat Grafschaft : Der Dritte im Bunde fehlt noch

Die Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz ist schon etwas kompliziert. Aber auch auslegbar. Fakt ist aber, dass obwohl die gestern Abend beschlossene neue Hauptsatzung der Gemeinde Grafschaft drei ehrenamtliche Beigeordnete vorsieht, nur zwei gewählt werden durften.

Denn Beigeordnete sind Ehrenbeamte, fallen unters Beamtenrecht und daher muss alles seine Ordnung haben. Denn der dritte, gestern hinzugefügte mögliche Beigeordnete, darf erst dann gewählt werden, wenn die neue Hauptsatzung veröffentlicht ist. Also erst im nächsten Rat.

So fühlte sich Bürgermeister Achim Juchem gestern Abend nach eigenen Worten "wie bei einer standesamtlichen Hochzeit", als er den CDU-Mann und bisherigen ersten Beigeordneten, Michael Schneider, erneut ernannte und der zweiten Beigeordneten, Martina Münch (SPD), den Amtseid abnahm.

Auf den Gelsdorfer Schneider waren bei der Wahl 24 Ja-Stimmen, zwei Nein und zwei ungültige Stimmen entfallen. Martina Münch aus Lantershofen hatte 22 Ja und sechs Nein erhalten. Für Münch und Vorgängerin Helga Dohmganz gab es im Rund der stehend applaudierenden Ratsmitglieder Blumen, für Schneider einen kleinen Nachschub für seinen Weinkeller.

Während Michael Schneider auch als Beigeordneter sein Ratsmandat behält, verzichtete Martina Münch auf ihren Sitz im höchsten Grafschafter Gremium. Ihr Nachrücker ist Hans-Dieter Sebastian, der ebenso wie alle Ratsmitglieder per Handschlag von Bürgermeister Achim Juchem verpflichtet wurde.

Der sichtlich gut gelaunte Gemeindechef sagte dem Rat für die nächsten fünf Jahre voraus: "Langweilig wird es auf keinen Fall, und es werden bestimmt auch nicht weniger Sitzungen als bisher. Packen wir's an."

Der Gemeinderat

Mit der konstituierenden Sitzung des Grafschafter Rates stehen auch die Fraktionen fest:

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