Chronik bis zur Festnahme von Beate Zschäpe

Chronik bis zur Festnahme von Beate Zschäpe

Am 6. Mai 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe. Unsere Chronologie zeigt die Ereignisse von den Anfängen der NSU bis hin zur Festnahme Zschäpes auf.

Die Anfänge

1996: Gründung des "Thüringer Heimatschutzes", in dem Uwe M., Uwe B. und Beate Z. aktiv waren.

Januar 1998: Die Polizei entdeckt in einer Garage in Jena eine Bombenwerkstatt von Uwe B., Uwe M. und Beate Z. und stellt Rohrbomben mit TNT sicher. Das Trio flieht.

Oktober bis November 1999: Mehrere Postfilialen werden in Chemnitz überfallen. Es ist unklar, ob die rechtsextreme Terrorzelle mit dem Überfällen in Verbindung steht.

1999: Mindestens 14 Banküberfälle, die später Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zugeordnet werden, wurden in mehreren Bundesländern in Ostdeutschland begangen.

27. Juli 2000: Zehn osteuropäische Einwander werden bei einem Anschlag in einer S-Bahn-Station in Düsseldorf verletzt. Die Täter sind bis heute nicht gefunden, der Fall wird nun neu aufgerollt.

Die rechtsextremen Morde

9. September 2000: Ein türkischer Blumenhändler wird in Nürnberg erschossen.

2000 - April 2006: Weitere acht Türken und ein Grieche werden ermordet und werden als sogenannte "Döner-Morde" bekannt. Die Taten ereignen sich in ganz Deutschland (zwei in München, zwei in Nürnberg, jeweils einer in Kassel, Hamburg, Rostock und Dortmund). Später bekennt sich die Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" zu den Taten.

9. Juni 2004: Tatort Köln: 22 Menschen, der Großteil Türken, werden durch eine mit Nägeln präparierte Bombe verletzt. Die Tat ist sehr wahrscheinlich Uwe Böhnahrdt und Uwe Mundlos zuzuordnen.

Die weitere Entwicklung

25. April 2007: Tatort Heilbronn: Eine 22 Jahre alte Polizistin wird erschossen, ihr Kollege überlebt schwer verletzt. Durch am Auto sichergestellte DNA-Spuren kann die unbekannte Täterin mit 35 weiteren Straftaten, unter anderem Morde, in Verbindung gebracht werden.

1. November 2011: Der Betreiber einer Dönerbude wird in Döbeln bei Leipzig erschossen, der Täter kann fliehen.

Das Ende der NSU

4. November 2011: Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden nach einem Banküberfall tot in ihrem ausgebrannten Wohnmobil gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Mundlos zunächst Böhnhardt erschoss, dann das Wohnmobil in Brand setzte und sich schließlich selbst erschoss. Zur selben Zeit wird die Wohnung in Zwickau, in der Mundlos und Böhnhardt gemeinsam mit Beate Zschäpe gelebt haben sollen, bei einem Brand vollkommen zerstört.

8. November 2011: Nachdem tags zuvor bekannt gegeben wurde, dass die Dienstwaffe der ermordeten Heilbronner Polizistin in dem ausgebrannten Wohnmobil gefunden wurde, stellt sich Beate Zschäpe der Polizei und wird festgenommen.