Jetzt geht es zum Bundesentscheid: Landespreis für ganz junge Nachwuchsforscher

Jetzt geht es zum Bundesentscheid : Landespreis für ganz junge Nachwuchsforscher

Die Hönningener Kita „Wibbelstätz“ wurde für ein Projekt rund um das Licht ausgezeichnet.

Mit zahlreicher Polit-Prominenz aus dem Landkreis haben die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte „Wibbelstätz“ in Hönningen den Landespreis der Aktion „Forschergeist 2016“ von Telekom-Stiftung und Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ entgegennehmen dürfen. Mit der Vorstellung ihres Langzeitprojekts und dem Forscherlied bedankten sich die Kleinen bei den großen Gratulanten.

„Wo kommt der helle Punkt an der Wand her?“ Von dieser Ausgangsfrage ausgehend, machten sich die Nachwuchsforscher auf einen langen Weg mit vielen Stationen. Vom Phänomen der Reflexionen in einer fast völlig dunklen Sporthalle bis hin zum überraschend hell erstrahlenden Morgennebel im Wald wurde das Phänomen Licht auf unzählige Weisen entdeckt und hinterfragt. Zahlreiche „Aha-Momente“ gab es in dieser Zeit, so Kita-Leiterin Annemie Ulrich.

Mit allen Sinnen erarbeiteten sich die Kinder immer neue Fragen und ließen sich in unzählige faszinierende Räume entführen. Da wurden auch einmal der Regenbogen getanzt und mit Taschenlampen Früchte durchleuchtet. Claudia Petersen vom „Haus der kleinen Forscher“ referierte die Juryentscheidung, die nicht nur Bandbreite und Länge des Projekts hervorhob, sondern auch die große beteiligte Personenzahl. Zum Höhepunkt waren nämlich alle Eltern eingeladen worden, nicht nur die Ergebnisse zu begutachten, sondern auch an öffentlichen Experimenten der „Wibbelstätze“ teilzunehmen. Ziel der Aktion war es, den Forschergeist der Kleinen zu wecken und zu fördern. Dieser Funke sprang über.

"Auch ein ausbleibendes Ergebnis ist eine Erkenntnis"

Im Winter wurde spontan von den Kindern Schnee in die Luft geworfen, um zu sehen, ob ein Regenbogen genau wie bei flüssigem Wasser entsteht. Auch ein ausbleibendes Ergebnis ist eine Erkenntnis, und so konnten sich die Kinder wenigstens am Glitzern des Schnees erfreuen.

Susanne Skoluda-Feldes, Referentin im Landesfamilienministerium, betonte bei der Übergabe der gläsernen Trophäe, dass es besonders darauf ankomme, die Kinder als Subjekt ihrer Bildung zu sehen, die selbst entdeckend tätig werden. „Wir sind stolz, eine solche Kita in unserem Land zu haben.“ Ekkehard Winter von der Telekom-Stiftung überreichte den Scheck mit den 2000 Euro Preisgeld. Er freute sich besonders darüber, dass sich die Hönninger mit dem Licht eine eher abstrakte Materie ausgesucht haben.

Zum Dank besangen Kinder und Erzieherinnen mit dem Forscherlied die Ausgangslage für jede große und kleine Entdeckung: „Und dann frage ich, warum.“ Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber freut sich schon darauf, am 1. Juni nach Berlin zu reisen. Dann werden unter den 16 Landessiegern die fünf Bundessieger ausgewählt.

Nachdem es im zweiten Anlauf für die Kita „Wibbelstätze“ zum Landessieg gereicht hat, ist nun – so hoffen Ulrich und Weber – vielleicht auch noch der Bundessieg drin.

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