Tierheim Troisdorf: Der Rost sprengt den Beton

Tierheim Troisdorf : Der Rost sprengt den Beton

Das Hundehaus im Troisdorfer Tierheim ähnelt einer Tropfsteinhöhle. Das Gebäude aus den 60er Jahren ist feucht und und marode. Für eine Sanierung oder einen Neubau fehlen dem Tierheim die Gelder.

Ralf Snyders spricht gerne von einer „Tropfsteinhöhle“, wenn es um das Hundehaus im Troisdorfer Tierheim geht. Und tatsächlich: An einigen Stellen wachsen Stalaktiten aus der Decke, an anderen wachsen Stalagmiten vom Boden. Das Gebäude aus den 60er-Jahren ist feucht, marode und fast schon gefährlich für seine Bewohner: immerhin knapp 60 Hunde und rund 60 Kleintiere im Obergeschoss. „Der Stahl in den Wänden rostet weg und stabilisiert nicht mehr“, erklärt Snyders. An einigen Stellen hat der Rost den Beton geradezu „weggesprengt“.

„Es ist für alle Mitarbeiter sehr anstrengend, ständig mit den Missständen hier konfrontiert zu sein. Zwar versuchen wir, sie so gut wie möglich abzumildern. Aber es ist schwierig, so zu arbeiten“, berichtet Snyders. Seit gut einem Jahr laufen deshalb Planungen für ein neues Hundehaus, das direkt neben der Quarantäne-Station für die Katzen entstehen soll. Baukosten: 600 000 Euro plus Steuern. Geld, das der Verein nicht hat. Sein festes Einkommen zieht er aus Verträgen mit den Gemeinden, aus denen die Tiere hergebracht werden und den Mitgliedsbeiträgen. Spenden und Erbschaften kommen dazu, aber sind nicht planbar. „Unsere Barmittel gewährleisten den laufenden Geschäftsbetrieb bis Ende des Jahres“, so Snyders. Für das neue Hundehaus wird er Fördergelder beantragen, doch „es wäre mir am liebsten, wenn wir das allein aus Spenden finanzieren könnten.“

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