Nach Umzug von Bonn nach Dortmund: So lebt Problem-Leguan Gwendolyn im neuen Zuhause

Nach Umzug von Bonn nach Dortmund : So lebt Problem-Leguan Gwendolyn im neuen Zuhause

Das wegen seiner Gefräßigkeit beim Bonner Botanischen Garten in Ungnade gefallene Leguan-Weibchen hat ein neues Zuhause. In dieser Woche der Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark das Tier in Bonn ab.

Auch dort lebt die Leguan-Dame, die von einem der Gärtner in Bonn Gwendolyn getauft wurde, im Tropenhaus. Das mehr als einen Meter lange Tier hatte im hiesigen Botanischen Garten zwei tropische Pflanzenarten aus der Familie der Akanthusgewächse komplett aufgefressen.

Dieses Problem erwartet Knopf in Dortmund nicht: „Akanthusgewächse haben wir bei uns im Tropenhaus nicht, dafür mehr Palmen. Ich gehe auch davon aus, dass unsere Pflanzen Leguan-verträglich sind.“ Bislang sei mit Gwendolyn jedenfalls alles reibungslos verlaufen. Sie habe sich gut in der neuen Umgebung mit Wasseragamen und Geckos in der Nachbarschaft eingelebt und sich auch an den Futterplatz gewöhnt, an dem unter anderem Rucola und Feldsalat zur Verkostung liegen.

Durch regelmäßigen Kontakt zwischen den beiden Botanischen Gärten hatten die Dortmunder vom „Problem-Leguan“ erfahren und sich bereit erklärt, Gwendolyn aufzunehmen. Erfahrung mit exotischen Tieren hat der Park zudem: Fast 20 Jahre lebte Leguan Horst im Dortmunder Tropenhaus, der sich erst nach der Namensgebung als Weibchen entpuppte und vor einigen Jahren starb. „Danach wollten wir uns keinen neuen Leguan kaufen. Stattdessen haben wir gewartet, ob jemand ein Tier abgeben will“, erzählte Patrick Knopf. Diese Situation ergab sich nun mit Gwendolyn.

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