Advent-Mitmach-Konzert: Im Münster blieb der hektische Trubel vor der Tür

Advent-Mitmach-Konzert : Im Münster blieb der hektische Trubel vor der Tür

"Es kribbelt, dann setzt der erste Ton ein und alle sind in ihrem Element", erzählt Michael Geffert noch voller Aufregung. Er ist Leiter des Bornheimer Posaunenchors und dirigierte am Samstagabend das sechste Advent-Mitmach-Konzert im Bonner Münster.

Doch nicht nur er war begeistert. "Es ist natürlich schön, dass die Leute mitsingen, denn zuhause übt man ja schon alleine", sagt Hans-Christoph Behr. Er spielte zum dritten Mal beim Advent-Mitmach-Konzert mit.

"Jeder kann kommen, der ein Blasinstrument beherrscht", sagt Reinhard Sentis, Pressesprecher des Katholischen Stadtdekanats. Und so bauten Groß und Klein kurz vor 18 Uhr ihre Notenständer auf. Zusammen mit dem Bornheimer Posaunenchor gaben etwa 40 junge und alte Bläser ihr Können zum Besten. Den Höhepunkt des einstündigen Konzerts lieferte dank der tollen Akustik in der Kirche "Tochter Zion, freue dich".

Michael Geffert leitete gekonnt durch die Lieder und schaffte es sogar einen vierstimmigen Kanon anklingen zu lassen. "Mittlerweile wird immer weniger zuhause gesungen. Mit dem Konzert wollen wir den Besuchern die Möglichkeit geben, sich an die besinnlichen und traditionellen Adventslieder zu erinnern", sagt Sentis. Und das funktionierte.

Vor den Kirchentüren tobte das Treiben auf dem Weihnachtsmarkt, doch drinnen schien die Stimmung sowohl bei den Musikern als auch bei den mitsingenden Gästen ruhig und weihnachtlich zu sein. Das bestätigt auch Christiane Brükner. Sie war bisher jedes Jahr dabei. "Es ist ein Unterschied zu unseren normalen Chorproben. Da sind wir unter uns. Hier haben wir ein tolles Publikum und diese Kirche und das zur Adventszeit. Da macht das Spielen umso mehr Spaß."

Organisiert wurde das Konzert wie jedes Jahr von der ökumenischen Kirchenhütte. Michael Geffert hofft auf eine Wiederholung im nächsten Jahr: "Es war so schön. Es ist einfach diese Atmosphäre. Die gibt es nur in der Weihnachtszeit. Jedes Jahr wird es etwas familiärer."

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