Kommentar zu freiem Eintritt: Dickes Lob fürs Museum

Kommentar zu freiem Eintritt : Dickes Lob fürs Museum

Das LVR-Museum in Bonn wirbt seit einem Jahr mit freiem Eintritt an bestimmten Tagen um zusätzliche Besucher. Das ist wirklich familienfreundlich, kommentiert Lisa Inhoffen.

Von wegen, in Bonn ist was los. Das verspricht die Stadt zwar jedes Jahr den Kindern und Jugendlichen im Rahmen ihres in der Tat vielseitigen Sommerferien-Programms. Im Winter aber, wenn es nass und kalt ist, ist das Freizeitangebot in der Bundesstadt vor allem für Familien mit jüngeren Kindern eher mau. Noch nicht einmal ein attraktives Familienbad gibt es in Bonn, und daran wird sich bekanntlich auf lange Sicht auch nichts ändern...

Gut, dass es die Museen gibt. Zum Beispiel das Deutsche Museum, das Museum Koenig oder das LVR-Landesmuseum, die sich immer wieder ins Zeug legen, kleinen und großen Besuchern unterhaltsame wie auch lehrreiche Stunden zu schenken. Im wahrsten Sinne des Wortes geschenkt bekommt man an jedem ersten Freitag im Monat den Besuch im LVR-Museum an der Colmantstraße. Bei kostenlosem Eintritt kann man sich die aktuelle Ausstellung „Ritter und Burgen – Zeitreise ins Mittelalter“ nicht nur angucken, sondern es gibt auch zahlreiche Stationen zum Mitmachen.

Beim Turnierreiten etwa stehen die Kinder – insbesondere die Jungen – gerne mal eine halbe Stunde in der Warteschlange, bis sie endlich auf dem Sattel sitzen, um Ritter Lanzelot vom Pferd zu stoßen. Da bekommt auch so mancher Vater glänzende Augen. Eine tolle Mitmach-Ausstellung – den Kuratoren und Pädagogen des LVR-Museums gebührt ein dickes Lob.

Angesichts solcher Aktionen können Museen echte Alternativen zu kommerziellen und oftmals viel teureren Freizeitangeboten sein. Zumal Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre im LVR-Museum und in weiteren Museen in Bonn, wie im städtischen Kunstmuseum, in der Bundeskunsthalle oder im Stadtmuseum keinen Eintritt mehr zahlen müssen. Das ist wirklich familienfreundlich.

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