Marinekameradschaft „Eisbrecher Stettin“: Medinghovener Verein saniert nach Brand ihr Vereinsheim

Marinekameradschaft „Eisbrecher Stettin“ : Medinghovener Verein saniert nach Brand ihr Vereinsheim

Für die Marinekameradschaft ist wieder Land in Sicht. Nach dem Brand im Vereinsheim hat sie damit begonnen, es zu entkernen und zu sanieren.

Als ein Feuer Ende März das Vereinsheim der Marinekameradschaft „Eisbrecher Stettin“ vernichtete, flossen erst einmal viele Tränen. Denn nicht nur das Heim wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, auch Wappen, Fotos und Urkunden gingen in Flammen auf. Doch jetzt ist bei den „Eisbären“ aus Duisdorf wieder Land in Sicht, teilen sie mit.

„Nachdem der Schockzustand über die Katastrophe gewichen ist, können die alten Mariners frohen Mutes in die Zukunft und auf den Wiederaufbau blicken“, erklärte Schriftführerin Karin Rheindorf. Wie berichtet, war es keine Brandstiftung, sondern ein Technikdefekt an der Gastherme, der das Feuer auslöste, hatten Untersuchungen ergeben.

Das Heim wieder aufzubauen, dazu hatte sich der Verein ja schon wenige Tage nach dem Feuer entschlossen. Da die verschiedenen Details laut Karin Rheindorf nun geklärt sind, konnte die Marinekameradschaft mit den Aufräumarbeiten und der Sanierung starten. In diesem Zuge wurde vor einigen Tagen begonnen, den Innenbereich zu entkernen.

Viele Ausstellungsstücke für immer zerstört

„Alle Marineutensilien wurden in Augenschein genommen, um vielleicht doch noch das eine oder andere unersetzliche Erinnerungs- und Ausstellungsstück zu retten“, so die Schriftführerin. Das Ergebnis war jedoch nicht wie erhofft: „Der überwiegende Teil ist leider für immer über Bord gegangen und vernichtet worden, so dass die Marinesammlung neu zusammengetragen und gestaltet werden muss.“

Von dem Vereinsheim bleiben nur die Mauern stehen. Der Dachstuhl muss neu erstellt werden. Wenn dieser in einigen Wochen fertig ist und die Marinekameraden wieder ein Dach über dem Kopf haben, beginnt die Innensanierung. Denn auch Toiletten, Küche, Flure und Türen müssen erneuert werden.

Trotz der schwierigen Situation wollen die Mitglieder versuchen, weiterhin in Bonn Flagge zu zeigen. So waren sie bei „Rock im Tal“ im Rahmen des Derletalfests vertreten, ebenso bei der Ankerpflege des Freundeskreises des Einsatzgruppenversorgers Bonn der Bundesmarine. Und wenn möglich auch wieder beim Adventsmarkt in Duisdorf.

Auf der anderen Seite ist man bemüht, Spenden für den Wiederaufbau zu sammeln. Eine Gelegenheit dazu ist das Benefizkonzert, das der Bonner Shanty-Chor am Samstag, 13. Oktober, zugunsten der Marinekameraden geben wird. Los geht es dann um 19 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg.

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