Beueler Treff: Rathausplatz bleibt größter Kritikpunkt

Beueler Treff : Rathausplatz bleibt größter Kritikpunkt

Das neue Facharztzentrum ist vielen Beueler Bürgern ein Dorn im Auge. Auch bei der GA-Dialogveranstaltung "Beueler Treff" im Rathaus am Donnerstagabend zur Zukunft der Beueler Innenstadt war der Neubau und die Gestaltung des angrenzenden Rathausplatzes Hauptkritikpunkt.

Die Bürger hatten bei der von GA-Redakteur Holger Willcke moderierten Veranstaltung die Gelegenheit, mit Vertretern von Stadtverwaltung, Gewerbe, Stadtwerken und Politik ins Gespräch zu kommen. Viele der rund 60 Teilnehmer wünschten sich auf dem Rathausplatz mehr Verweilqualität und Grün. Die Friedrich-Breuer-Straße, wie in einem Bürgerantrag vorgeschlagen, in eine Fußgängerzone umzuwandeln, dafür sprach sich kaum einer aus. Dort wünschten sich die Bürger allenfalls weniger drastische Veränderungen.

"Ich kann nicht verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass uns so ein Gebäude vorgesetzt wurde, durch das außerdem keine Sonne mehr an der Haltstelle ist; für das die schönen Platanen geopfert wurden", sagte eine Bürgerin. "Hier ist ein Rückschritt passiert", pflichtete ihr eine weitere Teilnehmerin bei. "Der Platz hat den Charme einer sehr, sehr trockenen Steinwüste."

Gute Anbindung, wenig Aufenthaltsqualität

Mit dem Gebäude selbst müsse man nun leben, erwiderte Bezirksbürgermeister Guido Déus. "Wir haben doppelt und dreifach die Bürger beteiligt. Fast niemand ist zu diesen Versammlungen gekommen, keiner hat sich dafür interessiert." Nun sei der Handlungsspielraum gering. Dass beispielsweise die Fast-Food-Kette Subway und nicht ein Café in den Glaspavillon vor dem Rathaus zieht, sei Entscheidung des privaten Investors. "Die Lösung liegt in vielen kleinen Maßnahmen: Mülleimer, Begrünung, Sitzmöglichkeiten", so der Bezirksbürgermeister.

Derlei weniger massive, aber verschönernde Eingriffe wünschten sich die Teilnehmer nicht nur für den Rathausplatz, sondern auch für die Friedrich-Breuer-Straße. "Das Zentrum ist in alle Richtungen hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, alle paar Minuten kommt ein Bus, aber es fehlt an Aufenthaltsqualität", so ein Bürger.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Mehr von GA BONN