Ernst-Kalkuhl-Gymnasium: Abiturienten fiebern dem Abschluss entgegen

Ernst-Kalkuhl-Gymnasium : Abiturienten fiebern dem Abschluss entgegen

Für die knapp 90 Abiturienten des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums in Oberkassel beginnt am Samstag eine neue Lebensphase. Dann steigt die große "After-Ball-Party" - dabei ist die Hälfte der Absolventen noch nicht mal volljährig.

"Die brauchen dann eben 'nen Muttizettel", sagt Katalin Schläffer lachend. Um 23 Uhr soll am kommenden Samstagabend die große "After-Ball-Party" der Kalkuhl-Abiturienten steigen und dank G 8 ist zirka die Hälfte der Absolventen noch minderjährig und dürfte ohne die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten nicht länger bleiben. Aber volljährig oder nicht - für die knapp 90 Abiturienten des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums in Oberkassel beginnt am Samstag eine neue Lebensphase.

Bereits morgens um neun geht's mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Großen Evangelischen Kirche los; um elf folgt der offizielle Part, bei dem "dann erst mal die Reden geschwungen werden", wie die 18-jährige Schläffer lächelnd erklärt: "Die beiden Jahrgangsstufenleiter Peter Maas und Detlev von Eichborn sowie Schuldirektor Ulrich Drescher werden, wie in jedem Jahr, ihren ehemaligen Schülern die besten Wünsche für eine hoffentlich gute Zukunft mitgeben."

Nach der Zeugnisausgabe gebe es dann noch einen Sektempfang - danach ist erst einmal Pause, bevor ab halb sechs im Brückenforum Ball und Party warten. Auf dem Gruppenfoto, das die Abiturienten vor dem Gebäude machen lassen wollen, könnte die Farbe Blau dominieren.

"Dank der kolossalen Klausur im Mathe-Leistungskurs sitzt fast ein Viertel unserer Mitstreiter noch in Nachprüfungen"

"Blaue Schlipse sind in diesem Jahr angesagt", erzählt Sebastian Schmidt mit einem Lächeln, das erkennen lässt, dass er diese Information nicht ganz ernst meint. Dennoch tragen zumindest er und seine beiden Freunde Moritz Knips und Felix Gunzer blau-dominierte Krawatten, als sie gemeinsam mit Schläffer, Anna Kuhn und Alina Ohrem in "vollem Ornat" für einen Fototermin im Rosengarten der Schule posieren. "Auch, wenn es jetzt anders aussieht - die Kleidung steht am Samstag nicht im Mittelpunkt", finden die sechs Freunde: "Das ist ein ganz besonderer Tag, an dem wir einfach noch einmal alle gemeinsam Spaß miteinander haben und unseren Erfolg feiern wollen."

Apropos Erfolg: "Einige unserer Mitschüler haben diese Woche noch richtig Stress: Dank der kolossalen Klausur im Mathe-Leistungskurs sitzt fast ein Viertel unserer Mitstreiter noch in Nachprüfungen", bemängelt Schläffer. "So viele wie noch nie." Allerdings sei bei den wenigsten der Gesamterfolg gefährdet: "Es geht nur um die Note."

Festlich soll der Abschied aber auf alle Fälle werden - da sind sich alle einig. "Am liebsten hätten wir wie vor zwei Jahren im Kameha gefeiert", erzählen die drei Jungs. "Das war damals aber nur wegen des doppelten Abijahrgangs möglich - weil wir zu wenige sind, wäre das unseren Eltern in diesem Jahr zu teuer geworden." So standen Phantasialand und eben das Brückenforum zur Wahl: "Nicht ganz so gediegen, aber durchaus okay", ist sich die Gruppe einig. Für die richtige Ballatmosphäre wird eine "Überraschungsband" sorgen, und als DJ für die Party hat man den ehemaligen Kalkuhl-Schüler Florian Breuer gewonnen.

Mit dem "Muttizettel" sollte es übrigens keine Probleme geben: Für die meisten ist die Party der Höhepunkt der Feier. Und offensichtlich wollen alle Eltern ihrem Nachwuchs diesen gönnen.

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