Musik und Aktionen: Zumba und kölsche Tön beim Godesberger Stadtfest

Musik und Aktionen : Zumba und kölsche Tön beim Godesberger Stadtfest

Die Mischung macht's: Zahlreiche Besucher kamen zum Godesberger Stadtfest und erlebten ein paar Stunden voller Musik und Vorführungen.

Gutes Wetter, zahlreiche Besucher und engagierte Godesberger, die das Stadtfest in dieser Form erst möglich gemacht haben: „Alles, was ich mir für das Stadtfest in Bad Godesberg gewünscht habe, ist passiert“, sagte Ashok Sridharan am Sonntag auf der großen Bühne auf dem Theaterplatz. Zum 16. Mal stellte der Verein Bad Godesberg Stadtmarketing ein Fest auf die Beine, das vielen positiv in Erinnerung bleiben wird.

Leopardenmuster und grüne Shorts: Die Band Planschemalöör überzeugte mit schräger Choreografie und lässigen Liedern auf Kölsch. „Die Musik ist originell. Das ist schon großartig“, meinte Besucher Ernst Fenselau. Natürlich falle die dunkle Hautfarbe des Frontmannes Juri Rother, der perfektes Kölsch singe, auf.

Der Sänger, der in Sankt Augustin aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Köln lebt, kennt die Frage nach seinen Wurzeln in Panama nur zu gut. „Ich würde mich das wahrscheinlich auch fragen“, zeigte er Verständnis. „Ich glaube, dass ich als dunkelhäutiger Sänger, der auf Kölsch singt, auch ein bisschen die Chance habe, jemandem charmant die Augen zu öffnen, dass es eben nicht darauf ankommt, wie man aussieht, sondern darauf, was man macht.“

Ernst und Josefa Fenselau genossen neben dem abwechslungsreichen Musikprogramm auch die Aktionen und Stände, das Essen und den verkaufsoffenen Sonntag. „Es ist wirklich eine schöne Atmosphäre“, lobte Josefa Fenselau.

Auch an der kleinen Bühne am Fronhof herrschte gute Stimmung. „Wir machen in diesem Jahr zum ersten Mal Gewinn“, freuten sich Dieter Pitzke und Klaus Marx vom Verein Stadtmarketing. Letzterer hatte schon seit Langem für einen Getränkewagen am Fronhof plädiert, der schließlich im vergangenen Jahr erstmals dort stand.

„Es musste sich nur erst rumsprechen, dass man auch hier was trinken kann“, meinte Marx. In diesem Jahr sei das Konzept nun so richtig aufgegangen: „Viele Eltern setzen sich hierhin und trinken etwas, während die Kinder sich voll austoben können“, so der ehrenamtliche Helfer.

Zum ersten Mal bei einem verkaufsoffenen Sonntag dabei war das Gebrauchtwarenkaufhaus Schatzinsel. „Wir dachten, dass zum Stadtfest sicherlich auch viele Besucher von außerhalb kommen und so vielleicht auf uns aufmerksam werden“, sagte Beate Funken, Leiterin des Hauses an der Villichgasse 19 in.

Bisher sei sehr viel los gewesen im Geschäft. „Wir wollen natürlich Umsatz machen, aber fast noch wichtiger ist es, dass die Leute nicht nur kaufen, sondern auch etwas spenden“, betonte Funken. Das Kaufhaus lebt von Sachspenden aller Art: Bücher, Möbel, Kleidung, Geschirr. „Eigentlich nehmen wir wirklich alles“, so Funken.

Die Spenden können während der Öffnungszeiten beim Personal abgegeben werden. Bei großen Möbelstücken sei es besser, vorher einen Termin auszumachen. Schon seit Freitag zeigten die Besucher großes Interesse an den Angeboten, das auffällig von Kunsthandwerk aus aller Welt geprägt war: Korbwaren, Schnitzereien, Kleidung, Lederwaren und vieles mehr. Es gab hochwertige Öle und Spezialitäten beim französischen Markt, dazu Vorführungen wie Zumba. Für die Kinder traten Puppenspieler und die Circusschule Don Mehloni auf.