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Kooperation am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium: Hier stimmt die Chemie

Kooperation am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium : Hier stimmt die Chemie

"Chemie macht das Leben leichter und spannender", sagte Anne-Gret Iturriaga Abarzua zu den in der Aula versammelten Schülern des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums. Die Leiterin der Unternehmenskommunikation des Kölner Chemieunternehmens INEOS freute sich bereits darauf, im Rahmen eines neuen Kooperationsprojekts zwischen der weiterführenden Schule und ihres Unternehmens, den Jugendlichen die Welt der Chemie zu präsentieren.

"Alle ihre I-Phones wären ohne Chemie nicht möglich", versuchte sie die naturwissenschaftlich interessierten Schüler von der Bedeutung des Faches zu überzeugen.Auch Schulleiterin Nicole Auen freute sich darüber "einen starken Partner gefunden zu haben, der unseren Jugendlichen auf vielen Feldern spannende Einblicke in die Welt der Chemie und Technik bieten kann."

In ihrer Ansprache erinnerte sie auch an den Namensgeber der Schule, den Universalgelehrten Nicolaus Cusanus (1401-1464), "der sich zum Lernen auch nicht zurückgezogen hat". Das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium verstehe sich "als Schule im Aufbruch, die zunehmend außerschulische Partner einbinden möchte, um Schüler besser auf eine sich immer schneller verändernde Welt außerhalb der Schule vorzubereiten."

Die Partner hatten sich bereits im Vorfeld auf ein nachhaltiges Kooperationskonzept verständigt, das den Aufbau einer Lernpartnerschaft über mehrere Jahre vorsieht. Neben berufsorientierten Projekten steht dabei ganz maßgeblich die Öffnung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts im Vordergrund. So werden sich die jungen Forscher in den unteren Jahrgangsstufen etwa mit Fragen befassen, wie ein Mondfahrzeug gebaut sein muss, um sich optimal auf unebenem Terrain bewegen zu können, oder sie werden mit Experimenten in Mikrowelten eintauchen.

Um das zu erreichen, ermöglicht INEOS der Schule auch den Zugang zum Projekt "Tu was", das sich um die Themen Technik und Naturwissenschaften an Schulen kümmert. "Tut was" war auch der Leitspruch von Fachkräfteberater Dario Thomas von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, der beklagte, das viele Unternehmen nicht ausbildeten.

Auch er begrüßte die neue Partnerschaft und meinte: "Schulischer Unterricht richtet sich näher an der Praxis aus, die Schüler erhalten realistische Einblicke in Wirtschafts- und Arbeitswelt." Dass die neue Partnerschaft bereits eine Vorgeschichte hatte, machte Chemielehrer Manfred Wehrmann deutlich: "Wir machen bereits seit acht Jahren Exkursionen zu Unternehmen, da erleben wir Chemie direkt. Das ist sehr motivierend."