Ria-Maternus-Platz wird neu gestaltet: Der Brunnen in Bad Godesberg ist wieder da

Ria-Maternus-Platz wird neu gestaltet : Der Brunnen in Bad Godesberg ist wieder da

Die Arbeiten auf dem Platz gehen voran. Wenn alles fertig ist, sollen dort keine Autos mehr fahren. Beete und Bäume sollen die Aufenthaltsqualität verbessern. Insgesamt investiert die Stadt rund 1,8 Millionen Euro.

Der Umbau des Ria-Maternus-Platzes schreitet voran. Ein Highlight ist mit Sicherheit der Springbrunnen vor dem Stadtmarketing-Pavillon, der freigelegt wurde und nach Jahrzehnten wieder zu sehen ist. Derzeit stehen Erdarbeiten in Zusammenhang mit der Beleuchtung auf dem Programm, berichtet Markus Schmitz vom städtischen Presseamt. Außerdem starten die Betonarbeiten unter anderem für die Fundamente der Fahrradständer, die am Bahnhof installiert werden. Darüber hinaus gibt es laut Schmitz Tiefbauarbeiten für die Entwässerung, zusätzlich werden Leitungen verlegt. „Im nächsten Schritt wird die Bahnhofsseite im Bereich der ehemaligen Parkplätze fertiggestellt“, teilt Schmitz auf GA-Anfrage mit. „Dazu werden Fahrradabstellanlagen und Baumbeete hergestellt sowie das Pflaster verlegt.“

Brunnenbecken wurde 1988 zugeschüttet

Das Becken war übrigens 1988, als die Arbeiten am Stadtbahntunnel begannen, zugeschüttet worden, außerdem wurde eine provisorische Straße darübergelegt. Ursprünglich sollte der Brunnen mit der Einweihung des Tunnels sechs Jahre später wieder geöffnet werden. Doch daraus wurde nichts.

Wie berichtet, wurde über den Umbau des Bahnhofsvorplatzes jahrelang diskutiert. Auf Basis von Plänen aus dem Jahr 2010 sollte die Maßnahme nach langem Hin und Her zuerst im Dezember 2016, dann 2017 beginnen – nach der Sanierung des Bad Godesberger Bahnhofs. Doch die verzögerte sich, und damit verschob sich auch die geplante Umgestaltung. Als es dann doch – ohnehin verspätet – losgehen sollte, gab es erneut Probleme: Die Arbeiten mussten neu ausgeschrieben werden, weil die Firmen, die ein Angebot abgegeben hatten, der Verwaltung zufolge zu viel Geld verlangt hatten. Nach erneuter Ausschreibung kostet die Umgestaltung laut Stadt nun rund 1,8 Millionen Euro.

Ist alles fertig, wird die Fläche mit Betonsteinen gepflastert sein, Parkplätze wird es auf dem Platz nicht mehr geben. Beete und Bänke sollen die Aufenthaltsqualität verbessern, taktile Leitelemente die Orientierung für Blinde und Sehbehinderte erleichtern. Außerdem wird es künftig keine Bordsteine mehr geben: Dies soll den Platzcharakter stärken. Lediglich am Wasserbecken sind zwei Stufen mit beidseitigen Rampen angedacht, „um die Fläche abzusenken und so einen Sitzbereich direkt am Wasser zu ermöglichen“, hieß es zum Start der Arbeiten. Beleuchtet wird der Platz über Stelen, wie sie auch in der Koblenzer Straße zu finden sind. Darüber hinaus sind Fahrradabstellplätze geplant, die begrünt werden sollen.

Und: Der Platz wird komplett autofrei sein. Darüber war man sich politisch schon 2016 einig. Nur so gewinne der Bahnhofsvorplatz an Aufenthaltsqualität, hieß es. Außerdem seien die rundum gelegenen Haltestellen gut erreichbar, das gelte auch für die Taxistände. Diese werden künftig übrigens ein paar Meter weiter südlich als bisher zu finden sein, an den Pausenhaltestellen der RVK. Busse fahren bereits seit Mitte Dezember 2016 nicht mehr über den Platz.

Läuft alles nach Plan, können sich die Bad Godesberg im November an dem fertiggestellten Platz erfreuen. Derzeit ist die Stadt zuversichtlich, dass sie das Ziel erreicht. „Wir bewegen uns weitgehend im Zeit- und Kostenrahmen“, sagt Schmitz.

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