Koblenzer Straße: Bauarbeiter lassen den Jecken den Vortritt

Koblenzer Straße : Bauarbeiter lassen den Jecken den Vortritt

Der Umbau der Koblenzer Straße soll unmittelbar nach Karneval beginnen und dann ohne Pause erledigt werden. Dem können Politiker aber nur zähneknirschend zustimmen.

Sofern die Witterung es zulässt, kann mit dem Endausbau der Koblenzer Straße unmittelbar nach Karneval begonnen werden. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit. Unter Mitwirkung der Geschäftsleute war entschieden worden, die Arbeiten in einem Zug durchzuführen. Statt in diesem Monat zu beginnen und dann für die Zeit von Weihnachtsgeschäft und Karneval zu pausieren, sollen die Arbeiter nun im Februar ihr Werk beginnen und dann möglichst zügig über die Bühne bringen.

"Wir haben uns sehr über die unendliche Geschichte geärgert, die uns nun ins Jahr 2013 begleitet, schließen uns dem Vorschlag aber zähneknirschend an", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Philipp Lerch jetzt in der Bezirksvertretung. Er hoffe, dass dies nun die letzte Verschiebung ist, sagte er und erntete damit auch Zustimmung bei den anderen Fraktionen.

Im Frühjahr 2011 war an der Koblenzer Straße mit Kanalbauarbeiten begonnen worden. Die waren nötig geworden, nachdem die Stadt Schäden am Kanal entdeckt hatte. Eigentlich viel länger zuvor war die Neugestaltung der Oberfläche geplant gewesen, die aber bis heute zurückstecken muss. Ziel ist es, die Koblenzer Straße ähnlich zu verschönern, wie dies in Bonn vor einigen Jahren mit der Friedrichstraße gelungen ist.

Derweil kündigen sich auch für einen Abschnitt der Rheinallee in Höhe des Clara-Fey-Gymnasiums Veränderungen an. Hier hatten, wie berichtet, Schülervertreter die Einrichtung eines Fußgängerüberweges gefordert. Nach einem Ortstermin hat die Stadtverwaltung nun mehrere Alternativen vorgeschlagen, mit denen die Schüler und die Kommunalpolitiker leben können.

Dazu gehören ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf der Rheinallee zwischen Dürenstraße und Königsplatz, zusätzliche Verkehrsschilder ("Achtung Kinder") und die Streichung von zwei Parktaschen, damit Kinder, welche die Straße überqueren wollen, dort besser gesehen werden.

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