Wasserschäden im Rhein-Sieg-Kreis: Unwetter hält Feuerwehr in Atem

Wasserschäden im Rhein-Sieg-Kreis : Unwetter hält Feuerwehr in Atem

148 Einsätze in Meckenheim. Alfter, Bornheim, Rheinbach und Swisttal weniger stark betroffen. Stadtbrandmeister Hans-Peter Heinrichs bilanziert: "Das war das extremste Unwetter der letzten Jahre"

Der Tag nach dem großen Regen ist in Meckenheim der Tag des Aufräumens. 148 Einsatzstellen hat die Meckenheimer Feuerwehr aufgelistet, wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Hans-Peter Heinrichs am Dienstag sagte. Das hieß bis in die Nacht hinein 148 Keller auspumpen, 148 Mal mit anpacken. Dabei waren die Wassereinbrüche unterschiedlich stark: Laut Heinrichs von sechs Zentimetern bis zu zwei Metern. 175 Einsatzkräfte aus Meckenheim, Rheinbach, Wachtberg und Sankt Augustin eilten den betroffenen Bürgern in der Altstadt und in Merl zu Hilfe. Gegen 3 Uhr hatten die Feuerwehrleute getan, was sie tun konnten. "Das war das extremste Unwetter der letzten Jahre", bilanziert Heinrichs.

Auch in Alfter musste die Freiwillige Feuerwehr am Montag ausrücken. Wie Norbert Thönniges, stellvertretender Pressesprecher, mitteilte, habe es von 18 Uhr bis 1.30 Uhr elf Einsätze für die Löschgruppen aus Alfter, Gielsdorf und Witterschlick gegeben. Meist habe es sich um in Keller eingedrungenes Wasser gehandelt, das mit Tauchpumpen und Wassersaugern entfernt worden sei.

"Bei einigen der Einsatzstellen konnte das Eindringen des Wassers durch die Maßnahmen der Feuerwehr verhindert werden", so Thönniges weiter. Die Feuerwehr Alfter war mit rund 40 Kräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz.

In Bornheim hatten die Wehrleute weniger zu tun. Laut Feuerwehrsprecher Ulrich Breuer musste Wasser aus zwei Unterführungen abgepumpt werden: an der Alfred-Rademacher-Straße und am Bahnhof Roisdorf. Überdies drohte der Roisdorf-Bornheimer Bach über die Ufer zu treten. Die Feuerwehr sei zur Sicherheit vor Ort gewesen, habe aber nicht eingreifen müssen.

Rheinbach war ebenfalls weniger stark betroffen. In Wormersdorf und Flerzheim liefen laut Bürgermeister Stefan Raetz ein paar Keller voll. Die Swisttaler Feuerwehr musste nur in Morenhoven zwei Keller leer pumpen. hpf/meu