Bohrungen in Witterschlick: Sibelco untersucht Grundwasser in Alfter

Bohrungen in Witterschlick : Sibelco untersucht Grundwasser in Alfter

Die Firma Sibelco will seit Jahren den Tontagebau am Lülsbacher Weg erweitern. Nun bohrte sie an fünf Stellen ins Erdreich, um den Zustand des Grundwassers zu prüfen.

Anwohner und Spaziergänger am Lüsbacher Weg in Witterschlick wunderten sich an mehreren Stellen über einen großen blauen Bohrer auf dem Gelände der geplanten Norderweiterung des Tontagebaus Schenkenbusch. Wie ein Sprecher der Firma Sibelco auf GA-Anfrage mitteilte, handele es sich um Bohrungen zur Errichtung von Grundwassermessstellen.

Sibelco sei im Rahmen des Verfahrens zur geplanten Erweiterung des Tontagebaus nördlich des Lüsbacher Wegs von der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg aufgefordert worden, ein Grundwassermonitoring zu betreiben, hieß es weiter. Damit soll festgestellt werden, ob genügend Grundwasser vorhanden ist und in welchem chemischen Zustand sich das Wasser befindet. Überprüft wird etwa der Nitratwert.

Die Lage der fünf Messpunkte haben laut Sibelco der Erftverband, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und die untere Wasserbehörde festgelegt. Wie tief die Messstellen werden, sei abhängig von den Kiesschichten, so der Sprecher. Zurzeit gehe man davon aus, dass fünf bis sieben Meter tief gebohrt werde. Zwei weitere Messstellen entstünden im südlich angrenzenden Tontagebau namens „Emma“.

Wie berichtet, will Sibelco den Tontagebau Schenkenbusch seit Jahren erweitern. Geplant ist eine Erweiterung der 43 Hektar großen Abbaufläche um 17,5 Hektar nördlich des Lüsbacher Wegs. Für den Abbau veranschlagt Sibelco 40 Jahre. Die Arbeiten im jetzigen Gebiet südlich des Lüsbacher Wegs sollen im Jahr 2023 eingestellt werden. Politik, Gemeindeverwaltung und Anwohner haben sich wiederholt gegen die Erweiterung ausgesprochen. Zuständig ist jedoch die Bezirksregierung Arnsberg.

Als die Pläne im vergangenen Jahr öffentlich ausgelegt wurden, waren 222 Stellungnahmen bei der Bezirksregierung eingegangen. Daraufhin forderte diese Sibelco auf, weitere Unterlagen, unter anderem zur Hydrogeologie und zum Artenschutz, nachzureichen. Sibelco plant nach eigenen Angaben, die Unterlagen bis Ende März fertigzustellen.