Genuss im Weinberg: Winzer laden zu Drachenfelser Tafelfreuden ein

Genuss im Weinberg : Winzer laden zu Drachenfelser Tafelfreuden ein

Örtliche Winzer und ein Gastronom haben im Siebengebirge zum Schmaus an einer langen Tafel eingeladen. Für die Organisatoren der Drachenfelser Tafelfreuden steht fest: Es soll eine Wiederholung geben.

Die längste Tafel der Welt soll 2017 im hessischen Nidda gedeckt worden sein, die mit der schönsten Aussicht stand zweifellos am vergangenen Wochenende in den Rhöndorfer Weinbergen. Bei den Ersten Drachenfelser Tafelfreuden konnte man an 40 Biertischgarnituren Platz nehmen, die sich in langer Reihe durch die Weinberge schlängelten, und den Blick über das Rheintal schweifen lassen. Und da die Veranstaltung unter dem Motto "Genuss" stand, servierten die Rhöndorfer Winzer Felix Pieper, Karl-Heinz Broel und Bernd Siebdraht dazu edle Tropfen heimischer Herkunft. Koch Clemens Chamai krönte die Gaumenfreuden mit raffinierten Schmankerln wie zum Beispiel Bouillabaisse, überbackenen Austern, Wildbratwurst und "rheinischen Tapas", sprich Käsewürfeln, Pfefferbeißern, Oliven, Kräuterdip und Laugenbrötchen. Kein Wunder, dass so viel Genuss zahlreiche Besucher in die Rhöndorfer Weinberge lockte.

Zusätzlich zum "Mittelrhein Offroad" jetzt also die "Tafelfreuden am Drachenfels" - das Konzept, die Weinberge quasi als Open-Air-Lokal zu nutzen, kommt an. "Wo lässt sich Wein besser genießen als am Ort seiner Entstehung?", so Hauptinitiator Felix Pieper. Während es beim "Mittelrhein Offroad" im Juni neben ihm selbst noch drei Mittelrhein-Winzer waren, die zur Weinverkostung im Königswinterer Teil der Weinberge unterhalb des Drachenfels eingeladen hatten, hatte Pieper dieses Mal die beiden befreundeten Rhöndorfer Winzer Broel (Weingut Broel) und Siebdraht (Weingut Haus am Turm) sowie das Restaurant Chamai mit ins Boot geholt.

"Die Idee war schon länger da, auch in den Rhöndorfer Weinbergen etwas Besonderes zu machen", so Clemens Chamai. Er sieht die Veranstaltung als ideale Ergänzung zum Weinfest im benachbarten Teil der Drachenfelslagen: "Im Frühsommer dort, im Spätsommer hier." Die Resonanz scheint ihm recht zu geben: allein am Freitagabend genossen zahlreiche Besucher die Tafelfreuden am Drachenfels. Wie zum Beispiel Alexander Kocht aus Bad Godesberg, der sich freut, dass es in den Weinbergen jetzt zwei Veranstaltungen dieser Art im Jahr gibt: "Wir würden auch ein drittes und ein viertes Mal kommen. Hier zu sitzen und bei einem Glas Wein die Aussicht zu genießen, ist doch wie ein Tag Urlaub." "Wir sind sehr zufrieden", so Chamai. "Es ist eine tolle Veranstaltung."

Auch wenn am Samstag das Wetter nicht ganz so mitspielte - für ihn steht bereits fest, dass es eine Wiederholung geben soll: "Unbedingt." Und das, obwohl die Veranstaltung für die Organisatoren mit einer Menge zusätzlicher Arbeit neben dem regulären Geschäft verbunden ist: "Wir haben bereits vor einer Woche mit den Vorbereitungen hier im Weinberg begonnen." Um den Besuchern "ein bisschen was Spezielles zu bieten", das obendrein einen Bezug zur Region hat, hat er die Wildkammer Siebengebirge mit ins Boot geholt, die die Wildbratwürstchen lieferte. Und dank des als Leihgabe zur Verfügung gestellten "Beefers" konnten mitten in den Weinbergen sogar Austern frisch überbacken werden.