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Arbeitslosenquote in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis: Goldener Oktober: Immer weniger Menschen auf Jobsuche

Arbeitslosenquote in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis : Goldener Oktober: Immer weniger Menschen auf Jobsuche

Mit einer Arbeitslosenquote von sechs Prozent im Oktober (Vorjahr: 6,3 Prozent hat sich der Arbeitsmarkt noch weiter erholt. Eine ähnlich niedrige Quote im Oktober wurde zuletzt im Jahr 2012 verzeichnet.

Das teilte die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg gestern mit. Vor allem junge Menschen konnten von der Marktlage profitieren: Die Jugendarbeitslosigkeit ist in der Region im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent gesunken.

Innerhalb der Region gibt es jedoch deutliche Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Die Stadt Bonn war auch im Oktober mit einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent nach Eitorf (7,3 Prozent) der Spitzenreiter. Den geringsten Anteil an Jobsuchenden meldet die Statistik für Königswinter (4,4 Prozent) und den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis mit 4,3 Prozent.

Auch in Nordrhein-Westfalen hat sich die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um ein Prozent auf 723 558, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gestern in Düsseldorf mitteilte. Insbesondere Jüngere profitierten von der anhaltenden Arbeitskräftenachfrage.

Einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit registrierte die Agentur allerdings bei Ausländern. Hier gebe es zwei gegenläufige Trends. Ausländer, die schon länger in Deutschland lebten, profitierten weiter von der guten Verfassung des NRW-Arbeitsmarktes. Zugewanderte Flüchtlinge hätten dagegen aufgrund fehlender Sprachkenntnisse und wegen nicht nachgewiesener oder unzureichender Qualifikationen oft nur geringe Beschäftigungschancen. Insgesamt lag die NRW-Arbeitslosenquote im Oktober mit 7,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter der des Vorjahres.

Der Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober weiter sinken lassen. Zuletzt waren 2,649 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mitteilte. Das waren 59 000 Erwerbslose weniger als im September und 83 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,0 Prozent. Niedriger lag die Arbeitslosigkeit in einem Oktober zuletzt vor 24 Jahren. Behördenchef Frank-Jürgen Weise sagte: "Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an."

Auch saisonbereinigt seien Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung leicht gesunken: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl ging um rund 5000 auf 2,788 Millionen zurück, in Westdeutschland um 2000, im Osten um 3000. "Auch die Arbeitskräftenachfrage hat nochmals zugelegt", sagte Weise.

Die Zahl der offenen Stellen stieg im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 95 000 auf 612 000. Besonders gesucht waren laut BA Arbeitskräfte in Verkehr und Logistik. Auch in den Berufsfeldern Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik suchen die Firmen weiter nach Fachkräften.

Bei der Beschäftigung sei das kräftige Wachstum ungebrochen, sagte Weise. Erwerbstätigkeit und die Zahl der Menschen mit regulärem Job sind weiter gewachsen. Nach den jüngsten Daten vom September stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 50 000 auf 43,40 Millionen.