Teddy-Klinik: Medizinstudenten heilen Stofftiere von Bonner Kindern

Teddy-Klinik : Medizinstudenten heilen Stofftiere von Bonner Kindern

Etwa 1300 Patienten an zwei Tagen sind zum Teddy-Krankenhaus der Kinder-Uniklinik an der Adenauerallee gekommen. Diesen Freitag haben Familien die letzte Chance mit ihren Kindern und deren Stofftieren vorbeizuschauen.

Teddy Nelly hat ein Loch unter dem Arm, Lyria das Einhorn hat gleich drei gebrochene Beine und Elefant Belli leidet unter entsetzlichen Halsschmerzen, auch blinde Kuscheltiere werden versorgt. Die Kinder aus verschiedenen Bonner Kindergärten stehen geduldig mit ihren kleinen und großen Patienten an der Anmeldung. Lisa Gilles füllt jeden Anamnesezettel geduldig aus, fragt nach Namen, Alter und Beschwerden der Patienten. Die Kinder nehmen es sehr ernst, schließlich haben ihre Lieblingskuscheltiere Schmerzen.

Dann heißt es warten. Das „Wartezimmer“ ist voll. Eigentlich ist es kein Zimmer. Für die dreitägige Teddy-Klinik wurde angebaut. Auf dem Innengelände der Klinik stehen Krankenwagen und verschiedene Behandlungsräume, inklusive Operationssälen in Zelten für die Behandlung zur Verfügung.

Eric redet seinem sechsjährigen Einhorn gut zu. Schließlich soll es keine Angst haben. Währenddessen ist Lila mit ihrem Elefanten Belli an der Reihe. „Dr. Ted Andi“, eigentlich Andi Bilo, Student der Humanmedizin im vierten Semester, trägt an diesem Tag einen weißen Kittel. Ein Stethoskop baumelt an seinem Hals. Der angehende Arzt hockt sich vor Lia hin, streichelt ihren kleinen Elefanten und führt sie ins Behandlungszimmer.

Lila erklärt, Belli habe schlimme Halsschmerzen seit einem Tag. Er frisst nicht und liegt nur herum. In der Nacht sei er aus dem Bett gefallen. Andi Bilo horcht die Herztöne ab, auch Lila darf hören, dann wird Belli geröntgt. Belli hat Rüsselbruch. Ein Fall für den OP. Der kleine Elefant erhält einen Verband und ein Rezept für Schmerzbärchen. Ein paar Tage braucht das Kuscheltier nun Ruhe, dann darf es wieder toben.

Auch Erics Einhorn muss in den OP, erhält einen Verband und Schmerzbärchen in der Apotheke. Wie Lyria sich gleich drei Beine brechen konnte, ist Eric ein Rätsel. Jetzt aber ist er erleichtert, dass alles reibungslos verlaufen ist. 17.000 Stofftiere und Puppen fanden bereits Hilfe in der Kinder-Uniklinik. Unterstützt wird die Aktion von der AOK Rheinland/Hamburg und dem Förderkreis für krebskranke Kinder.

Das Teddy-Krankenhaus an der Adenauerallee 119 hat diesen Freitag zwischen 13 und 16 Uhr geöffnet.

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