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Awo-Treff an der Rochuskirche: Endlich Zugang für Rollstühle und Rollatoren

Awo-Treff an der Rochuskirche : Endlich Zugang für Rollstühle und Rollatoren

Die Arbeiterwohlfahrt Duisdorf hat am Donnerstag den behindertengerechten Umbau des Treffs an der Rochuskirche eingeweiht. Besucher mit Rollstühlen oder Rollatoren können jetzt problemlos das Angebot nutzen.

Über eine behindertengerechte Toilette sollte eigentlich jede Senioreneinrichtung verfügen. Das Gegenteil ist der Fall, jedenfalls laut Uwe Naß, Vorsitzender der Duisdorfer Arbeiterwohlfahrt. Immerhin: Mit dem Umbau des Awo-Seniorentreffs an der Rochuskirche bekam dieser ein barrierefreies Badezimmer, und außerdem endlich auch einen Eingang, den Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder auch Kinderwagen problemlos nutzen können. Das Innere des Treffs ist jetzt fertig umgebaut, und das wurde am Donnerstag gebührend gefeiert – unter anderem mit einer Plakette, die auf den multikulturellen und barrierefreien Charakter der Einrichtung hinweist.

Ausgangspunkt für den Umbau waren die Spätfolgen zweier Wasserschäden durch Rohrbrüche. Das Städtische Gebäudemanagement als Immobilieneigentümer musste den Schaden beheben, und da brachte die Awo gleich einige Zusatzideen ein, erzählte Naß. „Wir haben uns das gegönnt.“ In Abstimmung mit dem SGB wurde mit Spendengeldern und Eigenkapital auf der Rückseite des Gebäudes ein Fenster durch eine Tür ersetzt, eine Sonderanfertigung wegen des Denkmalschutzes, die ihm zufolge rund 4000 Euro gekostet hat. Für die Durchführung wurde das Architektenbüro von Thomas Mertgen aus Straßenhaus im Westerwald beauftragt, das schon öfters Awo-Einrichtungen umgebaut hat. Als Bauherr war Timo Mandt zuständig.

Innenbereich ist inzwischen fertig

Weiterhin wurde die Toilette umgebaut, und auch die Treppe zur Eingangstür soll erneuert werden. Aber erst mal habe das SGB das Gebäude komplett eingerüstet, vor zweieinhalb Wochen schon, sagte Naß. Bisher sei aber noch nichts gemacht worden, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, wusste er nicht. Der alte Schaukasten wurde abgebaut, ein neuer kommt auf die Rückseite, dieses Mal mit Beleuchtung.

Der Innenbereich ist aber inzwischen fertig, passend zum 70-jährigen Bestehen der Duisdorfer Awo, die einst von Toni Mai Senior gegründet worden war. Dessen Sohn übernahm von ihm 1976 den Vorsitz und gab ihn 2005 an Naß weiter. Was jetzt noch schön wäre? Naß wünscht sich zum runden Geburtstag vom SGB einen langfristigen und bezahlbaren Mietvertrag. Das Angebot verändert sich nicht: Kleiderstube, Seniorencafé, Bingo-Nachmittage, verschiedene Gymnastikkurse, Informations- und Beratungsveranstaltungen, Gesprächskreise, Filme, Lesungen, Ausstellungen, Angebote speziell für Menschen mit Behinderung und mehr stehen weiter zur Verfügung.