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Offene Probe der R(h)einbläser in Godesberg: Ein Blasorchester mit jede Menge Charme

Offene Probe der R(h)einbläser in Godesberg : Ein Blasorchester mit jede Menge Charme

„Wir wollen wachsen“, sagt István Szebegyinszki, Dirigent der R(h)einbläser kurz vor der Offenen Probe des Bad Godesberger Blasorchesters in der Offenen Tür Dürenstraße. Fünf Musiker kamen zum Vorspielen.

Szebegyinszki stammt aus Ungarn und hat an der Franz Liszt Hochschule für Musik in Budapest im Jahr 2008 sein Studium als Klarinettist abgeschlossen. Seit eineinhalb Jahren ist er musikalischer Leiter des Orchesters, das seit zwölf Jahren besteht.

Zurzeit besteht das Orchester, das als Verein organisiert ist, aus etwa 30 bis 35 Musikern. Zwecks Akquise veranstalten die R(h)einbläser einmal im Jahr eine offene Probe. „Letztes Jahr konnten wir zum Beispiel mehrere Saxofonisten gewinnen“, so der Dirigent.

Dieses Mal haben fünf Amateurmusiker den Weg in die Dürenstraße gefunden, darunter zwei Klarinettisten, zwei Querflötenexperten und ein Trompeter. Die Godesbergerin Annette Tessin, die zehn Jahre Klarinettenunterricht hatte, ist sozusagen eine Rückkehrerin. Sie spielte vor einigen Jahren schon einmal im Orchester und „will es noch einmal versuchen“, berichtet sie. „Vorher fehlte einfach die Zeit“, so Tessin.

Wer bei den R(h)einbläsern mitmachen will, „benötigt schon sichere Kenntnisse auf seinem Instrument“, so Szebegyinszki. „Vier bis fünf Jahre Erfahrung auf einem Instrument wären nicht schlecht.“

Neben der Erfahrung soll es aber vor allem Spaß machen in dem Amateurorchester. „Wir sind ein engagiertes Laienorchester im Alter von 20 bis 50 plus und in Bad Godesberg einmalig“, meint Notenwartin Astrid Paul, die seit sieben Jahren dabei ist und zwischenzeitlich vom Alt-Saxofon auf Posaune umschwenkte.

„Natürlich üben wir so viel wie möglich, es soll aber nicht in Stress ausarten“, so Paul. „Wir sind einfach Menschen, die gemeinsam musizieren. Außerdem geht es schön rheinisch und basisdemokratisch bei uns zu“, lacht sie.

Damit meint sie die guten Kontakte untereinander und den Einfluss auf das Programm. „Wir können uns einbringen.“ Die Palette der Auftritte ist so bunt wie das Repertoire, das die Gruppe zum Beispiel bei den Sommerkonzerten auf der Freilichtbühne der Stadthalle und im Advent bei einem Konzert in der Christuskirche zum Besten gibt.

Musikalisch präsentieren die Bläser einen Querschnitt aus Filmmusik, Klassik und Pop. „Wir sind breit aufgestellt“, meint der Vorsitzende Andreas Schmitz, der Tuba spielt. „Unser Repertoire ist vielfältig und begeistert die Menschen.“ Zu den neuen Interessenten meint Schmitz: „Wir hätten uns auch darüber gefreut, wenn es nur einer gewesen wäre. So aber freuen wir uns natürlich noch mehr.“

Orchesterproben finden immer donnerstags von 19 bis 20.45 Uhr in der Offenen Tür, Dürenstraße 2, statt. Wer ein Blasinstrument oder Schlagzeug spielt und Interesse hat, kann sich unter der Rufnummer 0228/333105 informieren.