Fahrbericht

Suzuki Swift Sport - Erstmals als Fünftürer

Die japanische Antwort auf den britisch/bayerischen Mini Cooper ist der Suzuki Swift. Vor dreißig Jahren erlebte der zunächst mehr pragmatisch orientierte Kleinwagen seine Premiere und wird jetzt in der vierten Generation als knackiger Kompaktsportler mit vier Türen und Heckklappe erstmals in Verbindung mit der Top-Motorisierung angeboten. Gleichzeitig kündigt sich der auf dem Genfer Salon 2013 vorgestellte neue SX4 an, der zur IAA in Frankfurt seine Deutschland-Premiere feiert.
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Das Design des überarbeiteten Suzuki Swift wurde nur leicht verändert. Unter anderem hat er jetzt LED-Tagfahrlicht.
											Foto: Hersteller

Das Design des überarbeiteten Suzuki Swift wurde nur leicht verändert. Unter anderem hat er jetzt LED-Tagfahrlicht. Foto: Hersteller

Das Rennsemmelchen von Suzuki wird praktischer

Mit 19 790 Euro steht der neue Suzuki Swift 1.6 5-Türer in der Preisliste und kostet damit 800 Euro mehr als der identisch motorisierte 3-Türer. Die Preise für den neuen, um 15 Zentimeter auf eine Länge von 4,30 Meter gewachsenen Kompakt-SUV SX4 beginnen bei 19 490 Euro für die Frontantriebsversion mit Vierzylinderbenziner und reichen bis 28 990 Euro für den SX 4x4 mit Dieselmotor. Im Vergleich zum schmaleren Vorgänger wirkt der neue SX4 deutlich massiver, und selbstbewusster und sein um zehn Zentimeter auf 2,60 Meter gewachsener Radstand sorgt für spürbar mehr Platz im Innen- und im Kofferraum.

Beide Suzuki-Neuheiten gehören zu der bereits angekündigten Modelloffensive der in Deutschland besonders wegen ihrer Mini-Geländewagen und der leistungsstarken Motorräder bekannt gewordenen Marke. Die neue Top-Version des Swift Sport bietet mit den unveränderten Abmessungen des 3-Türers durch die beiden zusätzlichen Einstiegsöffnungen im Fond eine höhere Alltagstauglichkeit. Auf einer Länge von 3,89 Meter hält der 5-Türer nun fünf statt vier Sitzplätze bereit, ohne dass sich der Radstand von 2,43 Meter geändert hätte.

Leichterer Einstieg und komfortablerer Zugang auf die Rücksitze sind der Vorteil der vier Türen, rasch und unkompliziert Einkaufstaschen oder kleineres Gepäck hinter den Vordersitzen zu verstauen. Diese Türen werden ergänzt von der auf Stehhöhe schwingenden Heckklappe. Im Kofferraum gibt es 211 Liter Stauvolumen, wenn die Rücksitzlehne umgeklappt ist, sind es knapp 900 Liter. Bei einem relativ geringen Leergewicht von 1130 Kilo (mit 75 Kilo für den Fahrer) darf der Swift Sport 5-Türer zusätzlich mit einer Zuladung von 350 Kilo belastet werden.

Im oberen Drehzahlbereich geht was im Swift Sport

In ihren technischen Eigenschaften unterscheiden sich 3-Türer und der neue 5-Türer kaum. Beide werden ausschließlich über die Vorderräder angetrieben und ein exakt arbeitendes Sechsgang-Schaltgetriebe leitet die Kraft des 1,6-Liter-Vierzylindermotors an diese weiter. Bei einer ersten Probefahrt forderte die mit zwei obenliegenden Nockenwellen arbeitende Vierventilmaschine für flotte Fahrt recht hohe Drehzahlen und wird erst jenseits von 4000/min richtig munter. Dabei gibt sie kernige Laufgeräusche und sportliche Töne für den Gaswechsel ab.

Gleichzeitig stehen für eine betont zurückhaltende Fahrweise mit frühem Hochschalten, aber auch eine ausreichende Menge an Durchzugskraft zur Verfügung. Dann begnügt sich der Fahrer allerdings damit, im Verkehrsstrom ruhig mit zu schwimmen. Suzuki lässt offensichtlich seine Motoren - im Gegensatz zu vielen Konkurrenten - weiterhin eher sportlich im Hochdrehzahlbereich arbeiten. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Fahrweise: Soll der 5-Türer seinem "Sport"-Beinamen gerecht werden, dann muss der Fahrer häufig zum exakt geführten Schalthebel greifen und darf die Regionen jenseits von 5000/min nicht scheuen. Denn die Maximalleistung von 136 PS/100 kW steht erst bei 6900/min bereit.

Nach Werksangaben kommt der 5-Türer aus dem Stand in 8,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht als Maximaltempo 195 km/h. Beide Werte erscheinen nach der ersten Probefahrt realistisch und sind identisch mit jenen des 3-Türers. Beim vollen Beschleunigen entstehen auf welliger Fahrbahn spürbare Antriebseinflüsse in der direkt, aber nicht zu leichtgängig arbeitenden Zahnstangen-Servolenkung. Im kombinierten Norm-Testzyklus wurde ein Verbrauch von 6,4 Liter Super ermittelt, für den Praxisverbrauch von sieben bis 8 Litern auf 100 km ist der Tank mit 42 Liter zu klein.

Alles Serienmäßig ab 19.790 Euro

Im Innenraum des 5-Türers dominieren großzügig eingesetzte Plastikmaterialien, die für einen etwas öden Eindruck sorgen. Sie sind aber sorgfältig verarbeitet, und der Fahrer hat an seinem Arbeitsplatz einen freien Blick auf konventionell gezeichnete, und vielleicht deshalb gut ablesbare Instrumente. Der Suzuki Swift Sport 1.6 5-Türer ist überaus komplett ausgestattet und hält in seiner Preisliste eine Besonderheit bereit: Es gibt kein einziges aufpreispflichtiges Extra. Serienmäßig sind so auch sieben Airbags und ESP an Bord. Nicht einmal die Metallic-Lackierung muss gesondert bezahlt werden.

 

Technische Daten

Suzuki Swift 1.6 Sport: Kompaktwagen mit vier Türen, fünf Plätzen und Heckklappe

Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3,89 Meter/1,695 Meter/1,510/2,430 Meter

Leergewicht: 1130 kg

Gepäckraum: 211 bis 892 Liter

Preis: 19 790 Euro

Motor: Vierzylinder-Benziner, vier Ventile je Brennraum, variable Ventilsteuerung und Multipoint-Einspritzung

Hubraum: 1586 ccm

Leistung: 100 kW/136 PS bei 6900/min

max. Drehmoment: 160 Nm bei 4400/min

Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 8,7 s

Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h

Normverbrauch kombiniert: 6,4 l/100 km

CO2-Ausstoß: 147 g/km

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