Telekom Baskets Bonn

Neckar Riesen Ludwigsburg am Sonntag zu Gast

BONN.  Die vergangenen Monate waren für die Telekom Baskets Bonn eine Art Achterbahnfahrt. Höhenflügen folgten ziemlich sicher Abstürze und umgekehrt. So beachtlich die Erfolge in der Basketball-Bundesliga gegen Mannschaften wie Oldenburg oder Ulm auch sind, so ärgerlich sind die Niederlagen gegen andere Teams wie zuletzt beim Tabellenletzten in Gießen. Das Hauptproblem ist geortet: die Verteidigung. Nur gelingt es den Bonner Profis bisher nicht, in diesem Bereich konstante Leistungen abzurufen.
Schmerzlich vermisst wurde der am Knie verletzte Chris Ensminger (rechts) im Heimspiel gegen Antwerpen. Foto: Jörn Wolter

Da ist es ein schwacher Trost, wenn andere Teams der Liga mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Das hält die Bonner zwar trotz ihrer derzeit 8:10 Punkte weiterhin in Reichweite der Play-off-Plätze, ist aber ein ganz schmaler Grat, weil man bei weiteren Niederlagen schnell weiter nach unten gereicht werden kann.

So kommt dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Telekom Dome) gegen die Neckar Riesen Ludwigsburg besondere Bedeutung zu. Die Schwaben liegen mit drei Siegen auf Platz 16 der BBL. Ein Spiel, das für die Bonner in die Kategorie "Pflichtsieg" gehört. Leichter gesagt als getan. Denn die Ludwigsburger haben im bisherigen Saisonverlauf immerhin Mannschaften wie Ulm und Berlin geschlagen.

Mike Koch wäre schon etwas wohler, könnte er sicher mit dem Einsatz von Chris Ensminger rechnen. Der wurde am Mittwoch bei der 78:82-Niederlage in der EuroChallenge gegen Antwerpen schmerzlich vermisst. "Bei unserem nicht allzu tiefen Kader fällt der Ausfall eines großen Spielers sofort ins Gewicht", sagte Koch.

Dennoch war er mit der Verteidigungsleistung diesmal einigermaßen zufrieden. Koch: "Wir haben uns gesteigert. Mit Verlängerung 82 Punkte zuzulassen ist in Ordnung." Noch ist der Einsatz Ensmingers am Sonntag nicht sicher. Und sollte der Amerikaner, der eine Entzündung im Knie hat, einsatzfähig sein, ist immer noch die Frage, wie belastbar er ist. Vieles spricht also wieder für mehr Einsatzminuten für Jonas Wohlfarth-Bottermann, der gegen Antwerpen so viel Pech mit seinen Freiwürfen hatte. Der Youngster hätte das Spiel entscheiden können, setzte aber neun von elf Freiwürfen daneben.

"Da muss er jetzt durch. Wir arbeiten mit ihm im Training daran, aber im Spiel ist die Situation eine ganz andere", erklärte Koch. Er sei aber froh, einen Spieler wie "Wobo" zu haben, der inzwischen auf dem Feld gezeigt hat, dass man mit ihm rechnen kann.

Er soll gegen Ludwigsburg mit dazu beitragen, Topscorer John Turek zu kontrollieren. Der agile Center macht 15,4 Punkte pro Spiel. Auf den kleinen Positionen müssen sich die Bonner insbesondere um Spielmacher Kammron Taylor (13,7 Punkte) und den deutschen Nationalspieler Lucca Staiger (13,3 Punkte) kümmern, den man vor allem an der Dreierlinie nicht frei zum Wurf kommen lassen darf.

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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