Telekom Baskets vs. TBB Trier

Die beste Offensive trifft auf die beste Defensive

BONN.  Nicht rechts oder links, nicht nach oben oder unten wollen die Telekom Baskets Bonn derzeit blicken. "Wir konzentrieren uns einzig und alleine auf uns und das kommende Spiel gegen Trier", ließ Trainer Michael Koch vor der Begegnung am Sonntag (17 Uhr, Telekom Dome) wissen.
Der Baskets-Angriff um Jared Jordan (am Ball) wird gegen Trier besonders gefordert sein.
								Foto: Jörn Wolter
Der Baskets-Angriff um Jared Jordan (am Ball) wird gegen Trier besonders gefordert sein. Foto: Jörn Wolter

Daran ändere auch nichts, dass seine Mannschaft am vergangenen Sonntag mit dem 103:101-Erfolg bei Phoenix Hagen ein weit sichtbares Lebenszeichen von sich gegeben hat, als sie nach einem Rückstand von 13 Punkten noch das Ruder herumreißen konnte.

"An unserer Situation hat sich nichts Wesentliches geändert. Es war ein Schritt nach vorn, weitere Schritte müssen folgen", führte Koch aus. Der 46-Jährige wünscht sich nichts sehnlicher, als dass seine Profis auch vor eigenem Publikum endlich wieder einmal eine überzeugende Leistung aufs Parkett bringen, gewinnen und in den folgenden Wochen zu der Heimstärke finden, die man sich im Bonner Lager im Vorfeld der Saison erhofft hat.

Mit TBB Trier ist allerdings ein Gegner im Telekom Dome zu Gast, der einen sehr unbequemen Basketball spielt. Unbequem, weil die Mannschaft von Trainer Henrik Rödl die beste Verteidigung der Basketball-Bundesliga stellt. Im Schnitt lässt sie nur 68,7 Punkte pro Spiel zu. Eine Qualität, die den TBB mit einem finanziell überschaubaren Etat zu einer Überraschungsmannschaft werden ließ.

Trier liegt mit 18:14 Punkten auf Rang sieben der Tabelle und damit auf Play-off-Kurs. Das nötigt Mike Koch, der zusammen mit Rödl in der deutschen Mannschaft spielte, die 1993 unter Trainer Svetislav Pesic Europameister wurde, großen Respekt ab. Koch: "Henrik hat es geschafft, die Spieler auf seine Art der Verteidigung einzuschwören." Darüber hinaus spielten in seinem Konzept junge deutsche Profis wichtige Rollen.

Fotos vom Heimspiel gegen Tübingen
Das ist in Bonn nicht anders, allerdings noch viel stärker ausgeprägt. Anders ist bei den Baskets auch, dass sie sich bisher weniger auf die Verteidigung, dafür mehr auf den Angriff verstehen. 84 Punkte machen die Bonner im Schnitt und sind damit in der Liga spitze. Es kommt also gegen Trier zu dem interessanten Vergleich zwischen bester Offensive und bester Defensive in Deutschland. Mike Koch ist optimistisch, dass sein Team dieses Duell zu seinen Gunsten entscheidet.

"Trier spielt sehr aggressiv. Wichtig ist, dass wir den Ball laufen lassen und die Abwehr dadurch in Bewegung bringen", sagte er. Andererseits hofft er darauf, dass sich die Baskets in der Verteidigung verbessern. Koch: "In diesem Bereich werden wir nie zu den Besten gehören, aber wir können es wesentlich besser als wir zuletzt gezeigt haben."

Ein neues Gesicht wird es am Sonntag nicht zu sehen geben. Was den Ersatz für Marqus Blakely angeht, der kürzlich durch den medizinischen Test fiel, gestaltet sich die Suche schwierig. Der Spielermarkt gibt nicht so viel her, wie sich das die Baskets wünschen würden.

Zumal man nicht mehr so viel investieren kann. Verstärkungen aus der Entwicklungsliga der nordamerikanischen Profi-Liga NBA, der so genannten D-League, scheinen ausgeschlossen, weil dort bestimmte Ablösesummen festgeschrieben sind. "Es hilft uns auch nur jemand weiter, der Spielpraxis und nicht über Monate pausiert hat", so Koch.

Weitere Informationen zu Baskets Bonn finden Sie im GA-Spezial.

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