Telekom Baskets Bonn

Auch 40 gute Minuten gegen Trient reichen nicht

Allen voran Trainer Mathias Fischer war klar gewesen, dass die Mannschaft das Spiel gewinnen muss.

09.12.2015 BONN. Es war hauchdünn, aber es hat wieder nicht gereicht. Es war die beste Leistung seit dem letzten Sieg - und der liegt jetzt elf Niederlagen zurück. Die Telekom Baskets haben ihre schwarze Serie auch nach einer beherzten Leistung in Trient nicht beenden können.

Nach dem 96:98 (24:14, 18:28, 23:29, 22:16, 11:9) nach Verlängerung ist die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer aus dem Eurocup ausgeschieden.

Trotz wiedergefundenem Selbstvertrauen insgesamt und insbesondere von der Dreierlinie, das sich in einer 55-Prozent-Quote niederschlug, verließen die Baskets mit hängenden Köpfen das Feld. Auch wenn sie sich nach einer schwachen Phase zu Spielende wieder berappelten und in die Verlängerung retteten, konnten sie die Overtime nicht zu ihren Gunsten nutzen - obwohl die Chancen da gewesen waren.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit stand es entsprechend 42:42 zur Pause. Danach spielten die Bonner mit Ruhe weiter und profitierten vor allem von der Treffsicherheit von Rotnei Clarke und Jimmy McKinney, die einen Dreier nach dem anderen durchs Netz rauschen ließen. Am Brett sammelten Aaron White und Tadas Klimavicius Punkte und Rebounds.

Das Team zeigte deutlich, dass der erste Sieg endlich mit nach Bonn reisen sollte. Gerald Beverly traf zur Bonner 71:65-Führung - und damit war auch das für die Baskets am Sonntag gegen Oldenburg unheilbringende dritte Viertel überstanden. Die Dreierquote lag bei 60 Prozent, Clarke hatte sieben von sieben Dreiern getroffen und damit den alten europäischen Baskets-Rekord von Alex King eingestellt.

Aber das letzte Viertel erkämpften sich die Trienter. Zwei Minuten vor Schluss markierte Julian Wright das 78:80, Fischer nahm die Auszeit. Jetzt stellte sich die Frage: Wie stabil waren die Baskets? Im Laufe der Partie hatte das eigentlich ganz gut ausgesehen. Kein zittriges Händchen, kaum Zögern, wenig Nachdenken.

Es funktionierte: Die Baskets foulten hinten und vorn traf Mc Kinney. Zweimal. Von der Dreierlinie. Mit dem Buzzer besorgte er den Ausgleich und brachte Bonn in die Verlängerung. Nach einem Ballverlust gleich zu Beginn und fünf Punkten für die Italiener war es wieder McKinney, der per Dreier zur Aufholjagd blies. Aber die Baskets - ohne Geno Lawrence, der im vierten Viertel sein fünftes Foul kassiert hatte - wurden für ihre beherzte Leistung nicht belohnt. (Tanja Schneider)