Baseball - Bonn Capitals

Das Halbfinale sollte es schon sein

Bonn.  Am kommenden Samstag beginnt für die Bonn Capitals mit den Spielen gegen Solingen die Saison. Allerdings gehört Nationalmannschafts-Pitcher Tim Henkenjohann nicht mehr zum Kader.
Der Kader der Capitals (hinten von links): Headcoach Mirko Heid, Florian Nehring, Daniel Lamb-Hunt, Jon Marshall, Bradley Roper-Hubbert, Markus Solbach, Martin Amparo, Charley Olson, Jan Jacob, Vincent Ahrens, Michael Kratz, Simon Falke (Assistant Coach); vorne v.l.: Adrian Stommel, Rene Wolf, Lee Roberts, Yannis Theissen, Riccardo Migliore, Lennart Weller, Christian Nsien, Moritz Sckaer, Bart Roos.
								Foto: privat
Der Kader der Capitals (hinten von links): Headcoach Mirko Heid, Florian Nehring, Daniel Lamb-Hunt, Jon Marshall, Bradley Roper-Hubbert, Markus Solbach, Martin Amparo, Charley Olson, Jan Jacob, Vincent Ahrens, Michael Kratz, Simon Falke (Assistant Coach); vorne v.l.: Adrian Stommel, Rene Wolf, Lee Roberts, Yannis Theissen, Riccardo Migliore, Lennart Weller, Christian Nsien, Moritz Sckaer, Bart Roos. Foto: privat

Baseball-Bundesligist Bonn Capitals befindet sich im Soll. Nach der sogenannten Turn-Around-Season 2010, der ersten mit Mirko Heid als verantwortlichem Cheftrainer, stellte sich 2011 der Erfolg schneller ein als erwartet. Die Caps eliminierten in einem hochklassigen Spiel in der Best-of-five-Viertelfinalserie die Heidenheim Heideköpfe und standen damit erstmals nach zwölf Jahren wieder im Halbfinale im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Zwar schieden die Caps gegen den Dauerrivalen Paderborn Untouchables aus, der 10:4-Erfolg im dritten Spiel der Serie ist den Bonner Baseballfreunden aber noch heute in bester Erinnerung.

So kann es weitergehen, derartige Erfolge wecken Lust auf mehr. "Natürlich soll die Entwicklung der Mannschaft voranschreiten", sagt Bonns "Mister Baseball", Caps-Trainer Mirko Heid vor der nun beginnenden Saison. Am Samstag (13 und 16 Uhr, Stadion Rheinaue) treffen die Caps auf den ewigen Rivalen Solingen Alligators, gegen den es in der Vorbereitung eine Siegteilung gab. Am Ende wollen die Bonner erneut in die Top Four Deutschlands vorgestoßen sein, um sich mittelfristig dort zu etablieren.

"Irgendwann kommt auch einmal das Finale", glaubt Udo Schmitz, der Vorsitzende der Capitals. Der Chefarzt des Bad Godesberger Waldkrankenhauses wäre jedenfalls nicht enttäuscht, wenn erneut das Halbfinale die Endstation wäre. "Nichts dagegen hätten wir natürlich, wenn es noch einen Schritt weiter ginge."

Allerdings muss Mirko Heid einen gravierenden Verlust hinnehmen. Nicht mehr zum Kader gehört Tim Henkenjohann. Der Nationalmannschafts-Pitcher bastelt an seinem Diplom an der Sporthochschule in Köln, wird der Mannschaft also vorerst nicht zur Verfügung stehen. US-Boy Bryce Schoening kehrte bereits im Winter in seine Heimat zurück.

Erste Wahl auf dem Wurfhügel ist stattdessen Nationalspieler Moritz Sckaer, der bereits in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgern gehörte. Ihm zur Seite steht ab sofort Markus Solbach. Der 20-Jährige spielte in der Bundesliga zuletzt für die Pulheim Gophers und steht bei den Minnesota Twins in den USA unter Vertrag. "Markus ist ein sehr talentierter junger Pitcher und hat bereits viel Erfahrung", weiß Heid. "Ich bin froh, dass er sich für uns entschieden hat."

Wie oft das große Talent für die Caps zum Einsatz kommt, hängt von der Saison in den USA ab. Ansonsten verfügen die Caps mit Neuzugang Charly Olson von der Georgia State University sowie Martin Amparo, Eddy Stommel und Michael Kratz über weitere wurfgewaltige Pitcher.

Auch was die Offensive anbetrifft, gelang den Caps mit der Verpflichtung von Daniel Lambhunt ein Coup. In der vergangenen Saison avancierte der Neuseeländer bei den Pulheim Gophers zum zweitbesten Schlagmann der Bundesliga. Geblieben ist zudem Bradley J. Roper-Hubbert, der in der letzten Saison zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. "Bonn ist mittlerweile eine richtig gute Adresse", freut sich Heid, der als weitere Anerkennung mit seiner Mannschaft auch in diesem Jahr wieder die Einladung zum renommierten Buchbinder-Cup über Pfingsten nach Regensburg erhielt.

Als talentierter Catcher soll der Ex-Kölner Vincent Ahrens Routinier John Marschall entlasten. In der Hinterhand hat Heid zudem noch Max Schmitz. Der Nationalspieler befindet sich derzeit zum Spielen und Studieren in den USA, wurde kürzlich als Pitcher der Georgie State University als "Rookie of the Week" für seine starken Leistungen ausgezeichnet. "Er wird uns spätestens in den Play-offs entscheidend weiterhelfen", schätzt Heid.

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