Badminton

Turnier-Premiere beim 1. BC Beuel

Auf Platz zwei kam der Beueler Max Weißkirchen im Herren-Einzel beim vereinseigenen Turnier in der Erwin-Kranz-Halle.

Auf Platz zwei kam der Beueler Max Weißkirchen im Herren-Einzel beim vereinseigenen Turnier in der Erwin-Kranz-Halle.

Bonn. Rund 200 Spieler aus aller Welt sind beim German International des 1. BC Beuel angetreten. Hannah Pohl siegte im Mixed.

Spiel, Satz, Match und Titel für den 1. BC Beuel. Das erste internationale Turnier, das der rechtsrheinische Badmintonclub ausgerichtet hat, ist ein voller Erfolg geworden. Und das gleich auf mehreren Ebenen.

Rund 200 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt, von Aserbaidschan bis zu den USA, waren nach Bonn gekommen und sind bei den ersten B.A.B.B. German International in der Erwin-Kranz-Halle an den Start gegangen. Bei diesem Turnier der Badminton-Akademie Bonn-Beuel (BABB) im Rahmen der sogenannten Future Series maßen sich vor allem junge Athleten und konnten dabei wertvolle Ranglistenpunkte sammeln.

Aus Beueler Sicht sorgte besonders Hannah Pohl für strahlende Gesichter. Die 25-Jährige gewann mit ihrem Partner Peter Lang (Dortelweil) das Mixedfinale gegen die dänische Paarung Iben Bergstein/Emil Lauritzen in zwei Sätzen. Im Damendoppel mit ihrer Partnerin Lisa Kaminski „wäre mehr drin gewesen“, sie war aber dennoch froh, dass sie das Halbfinale erreichten.

Auch Beuels Eigengewächs und deutscher Meister Max Weißkirchen, der sich für die Turnierpremiere so viel vorgenommen hatte, wäre um ein Haar ganz oben auf dem Treppchen gelandet. Der an Rang sechs gesetzte 22-Jährige siegte gegen den Engländer Sam Parsons im Halbfinale und traf dann im Finale auf den Franzosen Arnauld Merklé, Jugend-Europameister im Herreneinzel von 2018. Der Beueler führte im ersten Satz bereits mit 20:15, gab ihn aber noch ab und verlor auch den zweiten Durchgang. Bemerkenswert war der Turniersieg der erst 16-jährigen Thuc Phuong Nguyen (Hamburg-Horner TV), die als ungesetzte Spielerin gestartet war.

Im ersten Halbfinale im Damendoppel traf B.A.B.B.-Spielerin Brid Stepper mit Partnerin Theresa Isenberg auf die belgische Paarung Lise Jaques/Flore Vandenhoucke. Nach einem spannenden Drei-Satz-Spiel unterlagen die Deutschen. Auch für das Beueler Duo Lisa Kaminski/Hannah Pohl war im Halbfinale Schluss. Die beiden mussten sich den Nachwuchstalenten Leona Michalski und Thuc Phuong Nguyen geschlagen geben.

Im Herrendoppel unterlag der Beueler Nachwuchsspieler Lukas Resch zusammen mit Vasily Kuznetsov der dänischen Paarung Emil Lauritzen/Mads Muurholm. Im anderen Halbfinale zog die deutsche Paarung Christopher Klauer/Felix Hammes gegen die Dänen und späteren Sieger Philip Illum Klint/Mads Thøgersen den Kürzeren. Im Damendoppel dominierten die Belgierinnen Lisa Jaques und Flore Vandenhoucke (64. der Weltrangliste) das Finale gegen Phuopng Nguyen/Michalski.

An allen Turniertagen wurden Spiele im Livestream auf Sportdeutschland.tv übertragen. Allein am Finaltag sahen rund 2000 Zuschauer die Spiele.

Nach neunmonatiger Planung und Vorbereitung des Mammutprojektes sah die Halle zwei Stunden nach dem letzten Schlusspfiff so aus, als sei nichts gewesen. Unzählige ehrenamtliche Helfer – auch aus anderen Vereinen – hatten das Turnier zu einem Erfolg gemacht.

Auf sechs Courts wurde während der Qualifikation und den ersten Runden in den fünf verschiedenen Disziplinen gleichzeitig gespielt. Da wurde es in der Halle schon etwas eng, und die Aufschlagrichter mussten unter dem Hochsitz des Schiedsrichters der benachbarten Partie Platz nehmen.

Vereinsboss Roland Maywald freute sich riesig über das Engagement der zahlreichen Helfer und das große Lob über eine „vorbildliche Ausrichtung“. Also demnächst wieder? Jetzt müsse geprüft werden, ob sich der Aufwand für den Verein finanziell gelohnt habe, dann können über eine erneute Bewerbung nachgedacht werden.

„Aber heute und morgen machen wir alle erst einmal eine verdiente Pause“, lautete das Schlusswort des Sportwartes.