Ein Meister-Coach für die Dragons Rhöndorf

Olaf Stolz holte in Luxemburg gerade den Titel - In der Pro-A-Liga will er engagierte Basketballer sehen

Bad Honnef. Nach der Trennung von Trainer Berthold Bisselik ist die Kommando-Brücke beim Basketball-Zweitligisten SOBA Dragons Rhöndorf seit Donnerstag wieder besetzt. Neuer Cheftrainer wird Olaf Stolz, der zuletzt beim luxemburgischen Erstligisten BBC Sparta Bertrange unter Vertrag stand.

Der 41-Jährige wurde dort erst im Laufe der Saison als "Feuerwehrmann" verpflichtet und gewann auf Anhieb die Meisterschaft. Zuvor war Scholz erfolgreich im Damen-Basketball tätig. Als Bundestrainer hatte er großen Anteil daran, dass sich die Nationalmannschaft nach sechsjähriger Abstinenz für die Europameisterschaften 2005 und 2007 qualifizieren konnte.

"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Rhöndorf. Die sportlichen Bedingungen hier suchen ihresgleichen", sagt Stolz. "Ziel wird es sein, unsere Talente weiter zu entwickeln und in den Bundesligakader zu führen. In der Pro-A-Liga wollen wir eine Mannschaft aufbauen, die sich hundertprozentig engagiert und begeisternden Basketball zeigt."

Bereits am Donnerstag führte Scholz die ersten Gespräche mit Spielern und anderen Trainern in Rhöndorf. Für die kommende Saison hat der neue Coach bisher sieben Spieler an Bord. Bis zum Trainingsauftakt in der zweiten Augustwoche sollen noch weitere sieben folgen. Es bleiben die Routiniers Chris Rojik, Jürgen Malbeck, Goran Kovacev sowie der starke Youngster Dario Fiorentino.

Sebastian Arndt, Sebastian Korp und Franz Montag stehen ebenfalls weiterhin zur Verfügung, wobei alle drei sicherlich verstärkt in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen werden.

Weiterhin offen ist das Rennen um den besten Spieler der vergangenen Saison. Der schwedische Nationalspieler Jim Nystrom hofft allerdings noch auf ein Angebot aus der ersten Liga.

"Jim hat alle überzeugt, in spielerischer Hinsicht sowie als Person. Er war die Konstante im Team. Wir werden alles tun, ihn für ein weiteres Jahr in Rhöndorf zu gewinnen", erklärt Manager Michael Wichterich, der auch gerne Center Johannes Lange halten will.

Hingegen wird neben den Abgängen William Hatcher, Gilad Hirsch, Mathias Weber und Jonas Brunnert wohl auch Frederik Knutsen den Club verlassen. Knutsen zeigte zwar starke Leistungen in der Verteidigung, blieb aber nach vorne zumeist völlig wirkungslos.