2. Basketball-Bundesliga Pro B

Dragons in den Playoffs bereits unter Zugzwang

Bad Honnef. Die Dragons Rhöndorf sind mit einer Niederlage in die Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga Pro B gestartet. Gegen die Herzöge Wolfenbüttel unterlagen die Dragons vor heimischen Publikum 76:83.

Die Enttäuschung ist groß. Die Dragons Rhöndorf stehen in den Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga Pro B nach dem ersten Spiel im Achtelfinale vor dem Aus. Die Rhöndorfer verloren als Tabellendritter der Südgruppe gegen die Herzöge Wolfenbüttel, den Tabellensechsten der Nordgruppe, mit 76:83 (17:23, 23:20, 17:16, 19:24). Bereits am kommenden Sonntag (17 Uhr) muss in Niedersachsen ein Auswärtssieg für die Rheinländer her, um ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.

Am Samstagabend war alles angerichtet für einen verheißungsvollen Start der Dragons, die vor großer Kulisse gut ins erste Viertel kamen. Als Rhöndorfs Center Alex Möller nach zweieinhalb Minuten von Kapitän Viktor Frankl-Maus klug angespielt wurde und am Korb zum 7:2 verwandelte, war der Menzenberg auf Betriebstemperatur. Doch Wolfenbüttel war unter den Körben handlungsschneller und nutzte die Lücken in der Abwehr der Drachen konsequent. Zudem trieb Demetrius Ward die Gastgeber mit seiner Treffsicherheit jenseits der Drei-Punkte-Linie zur Verzweiflung. Der bullige US-Amerikaner netzte in der neunten Minute per Dreier zum 21:17 für Wolfenbüttel ein. Insgesamt versenkte der 27-jährige sechs Dreier bei neun Versuchen und hatte entscheidenden Anteil am Auswärtssieg.

Als Ward nach 15 Minuten von außen traf, führten die Herzöge mit 34:25. Rhöndorf bemühte sich redlich, zeigte aber nicht seinen besten Basketball. Unter den Körben wurden fahrlässig leichte Chancen vergeben, von außen fehlte die Präzision. Außerdem machte sich bemerkbar, dass mehrere Rhöndorfer in den vergangenen Wochen krank und noch nicht wieder hundertprozentig fit waren. „Wolfenbüttel war gut auf uns eingestellt. Ich glaube, wir haben das Spiel in der Defense verloren, weil die Gäste zu viele leichte Punkte gemacht haben“, resümierte Rhöndorfs Kapitän Viktor Frankl-Maus.

Die Dragons kämpften sich bis zur Pause zwar auf 40:43 heran, doch immer, wenn die Gäste in der zweiten Halbzeit in Schlagdistanz waren, gelangen Wolfenbüttel leichte Punkte unter den Körben, oder ein Dreier rauschte durch die Rhöndorfer Reuse. In der 28. Minute nutzte Spielmacher Viktor Frankl-Maus Freiwürfe zum 54:56; die Fans hofften auf die Wende. Wenige Sekunden später netzte Demetrius Ward aber per Dreier zum 59:54 ein. Dieses emotionale Hin und Her mussten die Rhöndorfer Fans bis zur Schlusssekunde erleiden. Wolfenbüttel hatte immer eine Antwort parat und baute im letzten Viertel seine Führung sogar aus.

Rhöndorfs Top-Spieler Kameron Taylor versuchte zwar, Verantwortung zu übernehmen. Doch er wurde oft mit sehr aggressiver, hautenger Doppeldeckung gestört. Unter den Körben griff sich der US-Amerikaner 13 Rebounds, doch von außen kam er nicht zum Zuge. Insgesamt war es im ersten Spiel vonseiten der Rhöndorfer Mannschaft gegen einen guten und abgebrühten Gegner zu wenig, um in den Playoffs erfolgreich zu sein.

Die Rheinländer besitzen aber genug Qualität, um mit einer kollektiven Leistungssteigerung am kommenden Sonntag in Wolfenbüttel ein drittes Spiel zu erzwingen. Viktor Frankl-Maus: „Natürlich sind wir alle enttäuscht. Aber die Serie ist noch nicht verloren. Wir werden uns in dieser Woche auf den Gegner neu einstellen.“

Dragons Rhöndorf: Frankl-Maus (15 Punkte/3 Dreier), Watkins (9), Reusch, Taylor (17), Blass (3), Geretzki (2), Kneesch, Möller (10), Koschade, Michel (15/3).