2. Basketball-Bundesliga Pro B

Dragons Rhöndorf wollen sportliches Lebenszeichen senden

BAD HONNEF. Die Dragons empfangen am Samstag in der Halle am Menzenberg in ihrem Spiel der 2. Basketball-Bundesliga Pro B das Team aus Ulm. Die Heim-Mannschaft ist praktisch zum Siegen verdammt.

Die Lage ist noch nicht komplett aussichtslos: Aber mit nur vier Siegen und 16 Niederlagen sind die Dragons Rhöndorf als Tabellenvorletzter in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B in den verbleibenden zwei Duellen vor den Playdowns zum Siegen verdammt.

Am Samstagabend um 19 Uhr steht für die Mannschaft von Trainer Thomas Adelt das Heimspiel am Menzenberg gegen den Tabellensechsten OrangeAcademy Ulm an. Konkurrent Würzburg, auf den die Rhöndorfer die Jagd eröffnet haben, muss ebenfalls am Samstag zu Hause gegen den Tabellensiebten München ran. Da die Bayern mit aller Macht um ein Playoff-Ticket kämpfen, könnten die Rheinländer bestenfalls die ersten beiden Punkte gutmachen, sollte Würzburg verlieren und Rhöndorf gewinnen.

„Wir wissen um unsere prekäre Lage und haben uns die gesamte Woche nur auf das Spiel gegen Ulm fokussiert. Wir werden von Spiel zu Spiel denken und nicht schauen, was links und rechts in den anderen Hallen passiert. Wir haben das in der Hand, was auf unserem Spielfeld passiert, und da müssen und wollen wir am Wochenende das dringend benötigte Lebenszeichen senden“, unterstreicht Trainer Thomas Adelt.

„Fünfte Jahreszeit“ hält Einzug in die Halle

Damit eine entsprechende Stimmung am Menzenberg herrscht, haben die Drachen sich den rheinischen Karneval als „Verbündeten“ in die Halle geholt. Die „fünfte Jahreszeit“ hält Einzug, und unter dem Motto „Dragons Alaaf“ hoffen die Gastgeber auf viele verkleidete Drachen-Fans, die das Team lautstark unterstützen. Neben karnevalistischer Musik wird die Tanzgruppe „Rasselbande“ des Tanzcorps Blau-Weiß Selhof in der Großen Selhofer KG in der Halbzeit für Stimmung sorgen. Als besonderes Special erhalten die ersten 50 verkleideten Fans zudem einen Gutschein für ein Freigetränk.

Ob sich die junge Ulmer Mannschaft von einer närrischen Fangemeinde beeindrucken lässt, wird sich zeigen, reisen die Baden-Württemberger doch mit viel Selbstvertrauen und zuletzt zwei Erfolgen in Serie an. Am vergangenen Wochenende gewannen die Ulmer gegen den Tabellenzweiten Schwenningen und unterstrichen dabei, wie vielseitig sie aufgestellt sind. Mit von der Partie ist auch Zachary Ensminger, der Sohn des ehemaligen Basketball-Profis Chris Ensminger, der bei den Telekom Baskets Bonn von 2009 bis 2013 spielte und Publikumsliebling am Hardtberg war.

Auf Rhöndorfer Seite stehen alle Zeichen auf bedingungslosen Einsatz. Die Spieler wissen, dass sie bei der Abwehrarbeit über sich hinauswachsen und an sich glauben müssen. Zudem müssen die Rhöndorfer gegen eine breit aufgestellte und schnelle Truppe wie Ulm in der Offensive kluge Entscheidungen treffen. Mit der Brechstange – sprich überhasteten Würfen jenseits der Dreierlinie und aus der Mitteldistanz – wird sich kein Erfolg einstellen. Ein wichtiger Faktor wird sein, ob Rhöndorf es schafft, unnötige Ballverluste zu minimieren. Immer wieder wurden Bälle direkt in die Hände des Gegners gepasst oder der bestpostierte Spieler zu spät in Szene gesetzt. Ein Sieg gegen die favorisierten Ulmer könnte ein Befreiungsschlag im dramatischen Endspurt um den Klassenerhalt werden.