Baseball-Bundesliga

Die Reisezeit geht für die Bonn Capitals zu Ende

Für Christopher Goebel und die Bonn Capitals steht bei den Paderborn Untouchables das vorerst letzte Auswärtsspiel auf dem Plan.

Für Christopher Goebel und die Bonn Capitals steht bei den Paderborn Untouchables das vorerst letzte Auswärtsspiel auf dem Plan.

BONN. Baseball-Bundesligist Bonn Capitals muss am Samstag bei den Paderborn Untouchables ran. Anschließend stehen wieder Heimspiele auf dem Plan.

Nach diesem Wochenende kann Baseball-Bundesligist Bonn Capitals aufatmen. Sportlich ist längst alles in trockenen Tüchern. Denn nach dem Doppelsieg am vergangenen Sonntag bei den Solingen Alligators kann der Nordmeister von Platz eins der Tabelle der Playoff-Qualifikation nicht mehr verdrängt werden. Das Halbfinale um die deutsche Baseballmeisterschaft ist sicher. Aber zumindest geht die anstrengende Zeit der Auswärtsreisen mit dem Trip am Samstag nach Paderborn zu den Untouchables zu Ende. Seit Ende Mai spielt das Team von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert aufgrund der Baumaßnahmen im Stadion an der Rheinaue auf des Gegners Platz. Ab dem 19. August stehen dann wieder vier Heimspielwochenenden auf dem Plan.

Paderborn, Zweiter in der Tabelle, ist eine echte Herausforderung für die Capitals. Im Kampf mit den Solingen Alligators um den zweiten Halbfinalplatz zählt für die Ostwestfalen jeder Sieg. Die Untouchables liegen drei Siege hinter Solingen. Hinzu kommt der Reiz, den Caps als Erster eine Niederlage zuzufügen. Dazu muss allerdings auf dem Paderborner Wurfhügel alles passen. Dort sind Matt Kemp und Philipp Neuhäuser gefordert. Offensiv fallen vor allem Till Schade, Tristan Gerdtommarkotten und Daniel Thieben auf. In den bisherigen vier Spielen dieser Saison gegen die Capitals hatten es die Schlagleute allerdings nicht leicht: Dreimal gelang der Paderborner Offensive kein einziger Run.

Für die Capitals kommt es darauf an, die Spannung hoch zu halten. Die frühzeitige Qualifikation fürs Halbfinale – acht Spiele vor Schluss der Zwischenrunde – könnte dazu führen, dass sich der eine oder andere Akteur zurücklehnt. Für Roper-Hubbert keine Option. Dem Amerikaner geht es nicht nur um die Fortsetzung der Siegesserie. Letzte Schwächen sollen beseitigt werden. Zum Beispiel in der Bonner Offensive, die gegen Dohren nicht immer nach Wunsch funktionierte. Gegen die starken Südteams, die ab dem Halbfinale warten, sollten sich die Caps keine Schwäche erlauben.

Besser lief es gegen Solingen. In beiden Spielen gelangen 21 Runs. „Paderborn ist gefährlich. Wir müssen alles abrufen“, sagt Roper-Hubbert. Zunächst aber gilt es, die Offensive der Untouchables zu kontrollieren. In dieser Hinsicht sind Bonns Pitcher eine Bank. Bleibt nur abzuwarten, welche Werfer aus der zweiten Bonner Reihe zum Einsatz kommen. Die restlichen Partien bis zum Halbfinale bieten dazu reichlich Gelegenheit. Offensiv wollen Daniel Lamb-Hunt, Lennart Weller, Roper-Hubbert und Co. nachlegen.

Am Samstagabend liegt dann die Hälfte der Playoff-Qualifikation hinter den Capitals. Am 19. und 26. August sowie am 2. September spielt der Vizemeister noch einmal gegen die Teams aus Dohren, Solingen und Paderborn. Und egal, wie diese Spiele ausgehen: Am 8. September findet in Bonn das erste Halbfinalspiel statt.