GA macht Leser fit für Marathon

Die Formkurve zeigt nach oben

Freuen sich gemeinsam über Leistungssteigerungen: Die „GA-macht-Leser-fit“-Läuferinnen Steffi Wunder (links) und Kristina Reinhard.

Freuen sich gemeinsam über Leistungssteigerungen: Die „GA-macht-Leser-fit“-Läuferinnen Steffi Wunder (links) und Kristina Reinhard.

08.03.2016 LEVERKUSEN. Der Trainer bittet seine Schützlinge zum Formtest nach Leverkusen - fünf Wochen vor dem Start beim Deutsche Post Marathon in Bonn.

Unter den rund 2000 Freizeit- und Leistungssportlern, die in Leverkusen bei der 35. Auflage des Traditions-Straßenlaufs „Rund um das Bayer-Kreuz“ starteten, waren auch vier der sechs Teilnehmer der Aktion „GA macht Leser fit für den Marathon“.

Die flache und superschnelle 2,5-Kilometer-Runde gilt in Läuferkreisen als Bestzeitenkurs, weshalb Trainer Thomas Eickmann seine Schützlinge dorthin zum Formtest bat – fünf Wochen vor dem Start beim Deutsche Post Marathon in Bonn.

Im Elitelauf (bis 40 Minuten) um 13 Uhr herrschten beinahe ideale Bedingungen. Am Himmel zeigte sich bei kühlen Temperaturen kurzzeitig die Sonne und es war fast windstill.

Teilnehmer Lars Krüger ist der schnellste des Sextetts

Im Sog der Top-Athleten (siehe nebenstehende Meldung) ließ sich Lars Krüger, der schnellste Läufer aus dem Sextett, mitziehen und finishte mit einer neuen persönlichen Bestzeit. 39:05 Minuten zeigte die Uhr des 34-jährigen, der am 10. April in Bonn über die Marathonstrecke an den Start geht. „Es läuft immer besser“, freute sich Krüger, der im Überschwang der Gefühle seine gute Form am kommenden Wochenende gerne bei einem Halbmarathon testen würde. Ob der Trainer zustimmt? Der Plan jedenfalls sieht einen langen und langsameren Trainingslauf über 30 Kilometer vor. Krügers Ziel für die 42,195-km-Distanz in Bonn ist eine Zeit unter 3:10 Stunden.

Teilnehmerin Kristina Reinhard läuft trotz Knieverletzung mit

Zuvor startete das Gros der Teilnehmer mit einer Ziel-Zeit zwischen 40 und 50 Minuten. Hier war Kristina Reinhard froh, mitlaufen zu können, da sie aktuell an einer leichten Sehnenreizung am Knie laboriere. „Zudem laufe ich nicht gerne Runden und auch nicht bei diesem Wetter, aber trotzdem war der Lauf sehr gut geeignet, sich mal bis an die Grenze zu belasten“, meinte die 46-Jährige. Ihr Knie hielt und mit der Zeit von 43:06 Minuten zeigte sie sich sehr zufrieden. Denn auch sie hat sich seit Beginn der Aktion verbessert. Gegenüber dem Silvesterlauf war Reinhard mehr als eine Minute schneller.

Teilnehmerin Steffi Wunder erreicht persönliche Bestzeit

Dass die Leistungskurve nach oben geht, zeigte sich auch bei Steffi Wunder. Am Freitag war die 48-jährige noch zur Physiotherapie gewesen, weil ihr der Oberschenkelmuskel Probleme bereitete. Mit einem Tape-Verband lief Wunder die vier Runden in persönlicher Bestzeit. „Ich hatte mir eine Zeit von 49 Minuten vorgenommen und wusste: Das wird schwierig“, sagte die angehende Marathonläuferin. Im Ziel hellte sich ihr Blick auf: die Uhr zeigte 48:47 Minuten. Dafür musste Wunder ab der dritten Runde allerdings mächtig kämpfen. Am Ende machte sich der Trainingsfleiß bezahlt. Wunder darf für ihr Debüt über 42,195 Kilometer eine Zeit unter vier Stunden planen.

Kein Wetterglück für Teilnehmerin Sabine Wollenweber

Weniger Wetterglück hatte Sabine Wollenweber. Pünktlich zu ihrem Start um 15 Uhr hielten Schneeregen und Wind in Leverkusen Einzug. „Da wollte ich eigentlich schon weinen“, schilderte die Halbmarathon-Aspirantin ihre Zweifel am Sinn des Unterfangens. Vor dem Lauf fragte sie Thomas Eickmann noch, ab welcher Zeit er enttäuscht wäre? Seine Antwort: „Ab keiner“. Vielmehr munterte er die dreifache Mutter mit den Worten auf: „Du schaffst es in 52 Minuten“. Am Ende standen sogar 50:59 Minuten für die sichtlich glückliche 47-Jährige zu Buche, auch wenn sie sich „vor allem auf die warme Dusche“ freute. Sie fühle sich großartig, so schnell gerannt zu sein, sagte Wollenweber und versprach: „Ich laufe jetzt auch, wenn es Frösche regnet.“ Für Bonn hat sie das eher nicht zu befürchten: Dort scheint am Marathon-Sonntag fast schon traditionell in der Regel die Sonne.

Teilnehmer Patrick Lützler und Thomas Schüller konnten nicht mitlaufen

Patrick Lützler musste für Leverkusen aus terminlichen Gründen passen. „Sein Trainingsprogramm läuft nach Plan“, versicherte Eickmann. Der Trainer hat alle auf den Weg gebracht. Auch Sorgenkind Thomas Schüller, der am 10. April den Halbmarathon schaffen möchte, trainiert trotz Verletzung fleißig weiter – auch wenn er dabei meist Mal nass wird. Seit seinem Ermüdungsbruch im Fuß läuft der 40-jährige entweder im Wasser (Aquajogging) oder auf dem Antischwerkraftlaufband im Reha-Zentrum in Beuel-Pützchen. (Joe Körbs)