ALBA unterliegt Würzburg - Randale in Bayreuth

Würzburg.  ALBA Berlin geht kurz vor dem Jahreswechsel die Kraft aus. Der Hauptstadtclub unterlag bei den Würzburg Baskets mit 65:75 (34:29) und steht in der Tabelle mit 20:8 Punkten nun auf Rang drei. In Bayreuth brauchen die Schiedsrichter Polizeischutz.
Auch Deon Thompson konnte die ALBA-Pleite nicht verhindern. Foto: Sebastian Kahnert Foto: DPA

ALBA nutzten im dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen auch 20 Offensivrebounds und eine starke Vorstellung von Deon Thompson nichts, der 22 Punkte holte und elf 11 Rebounds gewann. Nur drei der 18 Dreier-Versuche der Gäste fanden das Ziel. Und auch aus der Nahdistanz hatten die Berliner eine schwache Quote. Nach der Heimniederlage gegen EWE Baskets Oldenburg war es für ALBA die zweite Pleite innerhalb von 48 Stunden.

Dank Thompson waren die Gäste zwar mit 10:5 gestartet. Dann kamen aber die Würzburger, die in Alex King (16 Punkte), Courtney Pigram (15) und Jason Boone (14) ihre besten Werfer hatten, langsam heran. ALBA nahm noch eine 50:49-Führung mit ins letzte Viertel. Unterstützt von 3140 Fans in der ausverkauften Halle wurden die Gastgeber dann aber immer selbstsicherer und sicherten sich den Sieg. Vor allem die Schwäche bei den Freiwürfen und den Drei-Punkte-Versuchen wurde ALBA zum Verhängnis. Die Würzburg Baskets stehen mit 14:14 Punkten jetzt auf Tabellenplatz neun.

Das Spiel der Eisbären Bremerhaven beim BBC Bayreuth (89:69) hatte am Samstag von Anfang an unter einem schlechten Stern gestanden. Wegen eines Defekts an der störungsanfälligen Hallenuhr musste die Partie bereits nach wenigen Sekunden unterbrochen werden, erst nach 18 Minuten ging es weiter. Schiedsrichterin Anne Panther stand durch umstrittene Entscheidungen früh in der Kritik. Als die Rostockerin nach einem Ballgewinn von Bayreuths Kevin Hamilton auf Rückfeld entschied, flogen Gegenstände aufs Feld. Eine sogenannte Klatschpappe traf auch ihren Assistenten Julian Groll.

Panther ließ daraufhin zwei Zuschauerblöcke räumen. Bayreuths Geschäftsführer Manfred Schöttner rechnet nun mit einer Geldstrafe: "Das war ein absolut richtiger Pfiff. Souveränität sieht zwar anders aus, aber die Entscheidung, den Block räumen zu lassen, ist durch die Regularien abgedeckt. Wir sind verantwortlich für Schutz und Sicherheit der Schiedsrichter."

Nach dem Spiel wurde beim Gang in die Kabine nochmals ein Schiedsrichter von einem Gegenstand getroffen. Die Personalien des Werfers wurden polizeilich erfasst, die Unparteiischen unter Polizeischutz aus der Halle geleitet. "Das habe ich auch noch nie erlebt, das ist eine neue Erfahrung für mich", erklärte Bayreuths Trainer Marco van den Berg. "Die Fans sind genauso frustriert wie wir. Da macht man Fehler. Das ist kollektiver Frust."

Freude statt Frust bei Bayreuths gab's beim bayerischem Rivalen Bamberg: Die Franken gewannen gegen die Telekom Baskets Bonn mit 92:78 und bauten damit ihre Tabellenführung aus. Das Team von Trainer Chris Fleming konnte sich erst gegen Ende des dritten Viertels absetzen. Bester Werfer bei den Bambergern war Bostjan Nachbar mit 25 Punkten. Bei den Bonnern, die vor der Partie die Trennung von Ex-NBA-Star Patrick Ewing Jr bekanntgegeben hatten, kam Benas Veikalas auf 16 Zähler.

Der FC Bayern setzte derweil seinen Aufwärtstrend fort. Die Münchner gewannen bei Phoenix Hagen klar mit 123:97 und feierten den dritten Sieg in Serie. Nur im ersten Spiel unter seiner Leitung in Berlin musste Svetislav Pesic mit dem FCB eine Niederlage einstecken. Bester Werfer bei den Bayern war Chevon Troutman mit 29 Punkten.

Eine überraschende Niederlage gab es für ratiopharm Ulm. Der Vizemeister unterlag beim Tabellenschlusslicht LTi Gießen 46ers mit 69:72. Elvir Ovcina machte 16 Sekunden vor dem Ende den Erfolg der Mittelhessen perfekt. Allerdings wurde die Freude der Gastgeber schnell getrübt. Unmittelbar nach dem vierten Saisonsieg gab der Club bekannt, dass er "aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit" beim Amtsgericht Gießen einen Insolvenzantrag gestellt hat.

Im Tabellenkeller feierten die New Yorker Phantoms Braunschweig einen 77:75-Zittersieg gegen die EnBW Ludwigsburg. Dabei hatten die Gäste zur Pause noch mit 13 Punkten geführt (33:20).

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