Omerbasic kehrt wieder zurück

Gute Laune beim Trainingsauftakt des Bonner SC

Thorsten Nehrbauer.

BSC-Coach Thorsten Nehrbauer. (Archivfoto)

BONN. Viele Fans nutzten das schöne Wetter, um sich am Samstagvormittag den Trainingsauftakt des Bonner SC anzusehen. Der neue Chefcoach Thorsten Nehrbauer ließ die insgesamt 19 Spieler am Mondorfer Bach die ersten Übungseinheiten machen.

Schönes Wetter, gute Laune und viele Zaungäste gab es am Samstagvormittag beim Trainingsauftakt des Bonner SC. 19 Spieler konnte Trainer Thorsten Nehrbauer zum Aufgalopp in die vierte Regionalliga Saison in Folge am Mondorfer Bach begrüßen. Auf dem bestens vorbereiteten Rasenplatz verordnete der neue Chefcoach direkt eine Doppeleinheit, mit zwischenzeitlichen gemeinsamen Mittagessen beim Italiener. Nach dem Sonntagstraining geht es ab Montag täglich um 17.30 Uhr weiter mit der insgesamt fünfwöchigen Vorbereitung.

„Wir hoffen, dass wir erst später einsteigen“, sagte BSC-Aufsichtsrat Michael Pieck zum beantragten Wunsch, am ersten Spieltag (27. Juli) spielfrei zu haben. Aufgrund der diesjährigen 19er-Liga kommt es zu dieser Konstellation. Wegen der laufenden Bauarbeiten im Sportpark Nord erhofft sich der Verein zudem zunächst ein Auswärtsspiel. Baustellen gibt es auch noch im Kader der Rheinlöwen. So stehen hinter der Weiterbeschäftigung von Martin Michel, Vojno Jesic und Sebastian Hirsch weiter Fragezeichen. „Mit Martin werden wir noch reden“, verriet Torwarttrainer Waldemar Polec, der Neuzugang Robin Benz und Nachwuchsmann Jens Fikisi unter seine Fittiche nahm. Klar ist, dass ein dritter Torhüter notwendig ist und Benz wohl die Nummer Eins wird.

Dass die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist, sagte Nehrbauer auch gegenüber der Mannschaft: „Da werden sicher noch zwei, drei Leute dazustoßen“, will der 41-Jährige abwarten, „was der Markt noch sehr hergibt“. Den ersten neuen gab es bereits am Samstagabend zu vermelden. Adis Omerbasic kehrt nach nur zwei Wochen beim Drittligisten Sonnenhof Großaspach, aus persönlichen Gründen zurück in seine Heimatstadt Bonn. Sein Vertrag wurde ebenso im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, wie zuvor bei Rückkehrer Dario Schumacher, so dass der BSC keine Ablöse zahlen muss. Dass Schumacher in Bonn wieder Verantwortung übernehmen soll und wird, steht für Nehrbauer außer Frage. Ob der 28-Jährige auch das Kapitänsamt übernehmen wird, ließ der Trainer noch offen.

Im von ihm bevorzugten 3-5-2-System soll Schumacher auf jeden Fall eine zentrale Position im Mittelfeld spielen. Generell macht der Trainer die Sielausrichtung jedoch situativ abhängig. „In der heutigen Zeit sollte man zwei Systeme spielen können“, macht Nehrbauer zukünftig vieles vom Zustand der Mannschaft, aber auch vom Gegner abhängig. „Wir wollen sehr guten Fußball spielen. Dann werden wir auch nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, betonte der A-Lizenz-Inhaber, der das erste Training mit Einlaufen, Stabi- und Koordinationsübungen, Fünf gegen zwei, vier gegen vier sowie einem Abschlussspiel neun gegen neun begann. Unübersehbar stand beim ehemaligen Profi der Ball im Vordergrund. Neben den bereits verpflichteten Neuzugängen, konnten sich auch vier A-Jugendliche und zwei Testspieler präsentieren. Während Jannik Stoffels, Nico Perrey und Robin Schmidt in den nächsten Tagen dazustoßen, werden sich die anwesenden Marcel Kaiser (Leisten-OP) und Cedric Mvondo (Innenbandriss) noch ein wenig gedulden müssen.