Saisoneröffnung auf dem Friedensplatz

Bonner SC stellt Fans das neue Team vor

Hintere Reihen von links: Robin Schmidt, Babacar M´Buenge, Robin Benz, Adis Omerbasic, Nico Perrey, Kris Fillinger, Markus Wipperfürth, David Winke, Marcel Kaiser, Celal Kanli, Fabio Menzel, Jes Fikisi, Jannik Stoffels, Bernhard Mwarome, Sebastian Hirsch, Cedric Mwondo
Vordere Reihe von links: Lara Reuter (Physio), Waldemar Polec (Torwarttrainer), Patrick Schikowski, Armin Pjetrovic, Mario Weber, Jasper Löffelsend, Daniel Somuah, Dario Schumacher, Jan Holldack, Gordon Addai (Co-Trainer), Thorsten Nehrbauer (Cheftrainer) Vorne Mitte: Betreuer Guido Holt

Der Bonner SC für die kommende Saison.

Bonn. Der Bonner SC hat auf dem Bonner Friedensplatz sein neues Team für die kommende Saison vorgestellt. Vor zahlreichen Fans gab es einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Erst die Arbeit, dann die Saisoneröffnung. Nach einer strammen 90-minütigen Training trafen Trainer und Spieler diesmal per pedes und nicht wie in den letzten Jahren mit vierrädriger Sponsorenhilfe auf dem Bonner Friedensplatz ein. Und wie es sich für ein Kickoff in eine neue Spielzeit gehört, bekamen die Fans genau das serviert, was sie vor dem ersten Punktspiel auch hören wollen.

BSC-Cheftrainer Thorsten Nehrbauer, der die Talkrunde vor den Fans eröffnete, gefällt der Begriff Überraschungsteam besonders gut. „Wir können viele Mannschaften ärgern, wenn wir die PS auf den Platz bringen.“

Weit aus dem Fenster lehnte sich Neuzugang Jasper Löffelsend, der wie auch die anderen Neuzugänge vor den Fans auf dem Friedensplatz die herzliche, fast schon familiäre Atmosphäre beim BSC lobte. „Wenn wir unsere volle Leistung bringen, gibt es für uns eigentlich keine Grenzen.“ Auch für den letztjährigen Kapitän Mario Weber ist das Team „stärker als im letzten Jahr“. Das glaubt auch Dirk Mazurkiewicz. „Diese Mannschaft muss sich sicherlich nicht verstecken“, sagt der Vorstandsvorsitzende des BSC. „Dafür gehen wir allerdings auch ein Stück weit mehr Risiko.“ Will heißen: Der BSC hat tiefer in die Tasche gegriffen. „Qualität hat ihren Preis“, meint Mazurkiewicz.

Aber beim Viertligisten geht es nicht nur ums Geld. „Die Jungs sind gerne hier“, meint der BSC-Vorstandsvorsitzende. „Hinter Jan Holldack war sicherlich die halbe Liga her. Aber er wollte zu uns.“ Der Angesprochene bestätigt die Ansicht seines Chefs. „Der Trainer und die sportliche Leitung mit Thomas Schmitz und Stephan Engels haben mich überzeugt“, sagt Holldack, der vom Drittligisten KFC Uerdingen nach Bonn gewechselt war. „Hier fühle ich mich mehr wertgeschätzt“, meint auch Rückkehrer Dario Schumacher, der von den Fans mit langanhaltendem Applaus begrüßt wurde.

Und auch Adis Omerbasic ist nach seinem „kleinen Ausflug in die 3. Liga wieder froh, in Bonn zu sein“. Omerbasic hatte bereits bei der SG Sonnenhof Großasbach unterschrieben, den Vertrag aber wieder aufgelöst. Neben der allerorten vermittelten Aufbruchstimmung bekamen die BSC-Anhänger auf dem Friedensplatz als Zugabe auch gleich einen weiteren neuen Stürmer präsentiert. Celal Kanli, zuletzt beim Regionalligaabsteiger TV Herkenrath unter Vertrag, stürmt ab sofort für den BSC. „Er hat uns in den letzten Wochen im Training überzeugt“, sagt Nehrbauer.

Kanli gehört damit zum Kader der Spieler, die am Sonntag um 14 Uhr den letzten Test vor dem ersten Punktspiel des BSC am 3. August beim SV Lippstadt 08 gegen den Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven absolvieren (14 Uhr, Waldenburger Ring). Weitere Vorbereitungsspiele sind nicht vorgesehen. Im Gegenteil. „Ich werde den Jungs am kommenden Wochenende freigeben“, sagt der BSC-Trainer. Denn wenn die anderen 18 Teams der Regionalliga West erstmals um Punkte spielen, hat die Mannschaft von Thorsten Nehrbauer noch spielfrei.