Freitagsspiel um 19 Uhr

Bonner SC bei Viktoria Köln im Livestream

Dickes Auge, dicker Hals: Nils Rütten musste vergangenen Samstag früh vom Platz.

Dickes Auge, dicker Hals: Nils Rütten musste vergangenen Samstag früh vom Platz.

Köln/Bonn. Für BSC-Interimstrainer Florian Mager ist Viktoria Köln der uneingeschränkte Überflieger der Liga. Das Spiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter gibt es ab 19 Uhr hier live zu sehen.

Für den Fußball-Regionalligisten Bonner SC scheint Viktoria Köln, Gastgeber des Tabellendreizehnten am Freitagabend (19 Uhr, Sportpark Höhenberg), auf den ersten Blick ein dankbarer Gegner zu sein. Schließlich sind die Kölner souveräner Tabellenführer in der Regionalliga West. Und gegen die Großen machte der BSC zuletzt immer eine gute Figur.

Nach dem 3:1-Erfolg vom vergangenen Samstag gegen den Verfolger Borussia Dortmund U 23 hat die Elf von Trainer Patrick Glöckner acht Zähler Vorsprung auf den BVB. Da habe man als sogenannter Underdog ja nichts zu verlieren, heißt es dann gerne einmal. "Blödsinn", sagt BSC-Interimstrainer Florian Mager. "Wir haben 22 Punkte auf dem Konto. Das sind gerade einmal drei Zähler mehr als Wiedenbrück, das als 16. auf einem Abstiegsplatz steht. Wir haben also sehr wohl etwas zu verlieren."

Sporttotal überträgt das Spiel. Anders als bei den üblichen BSC-Übertragungen stellt der Sender dieses Mal selbst einen Moderator sowie einen Kommentator bereit. Hier gibt es das Spiel ab 19 Uhr live zu sehen:

So ist die Ausgangslage

Florian Mager weiß als Nachfolger des zurückgetretenen Daniel Zillken mit der bislang makellosen Bilanz von sechs Punkten aus zwei Spielen auch, wie hoch die Trauben im Höhenberg-Stadion hängen. "Da muss bei uns vieles stimmen, um dort was zu holen", sagt der Interimscoach.

Am Selbstbewusstsein dürfte es allerdings nicht liegen. Schließlich ist der BSC in der noch nicht allzu aussagekräftigen Rückrundentabelle nach zwei Spielen auf Platz drei zu finden – hinter dem Wuppertaler SV und dem SC Verl. Viktoria Köln ist in diesem Klassement mit vier Zählern Vierter. Auch das Hinspiel, in dem der BSC ein achtbares 2:2 über die Zeit brachte, taugt für den Freitag sicherlich als Motivationshilfe.

"Wenn wir an die zweite Hälfte vom 3:2 gegen den FC anknüpfen können und es uns gelingt, die Fehler zu minimieren, sind wir sicherlich nicht chancenlos", sagt der BSC-Trainer, der aller Voraussicht nach auch wieder auf das aus seiner Sicht besonders geeignete Personal zurückgreifen kann. Denn für den 27-Jährigen war der frühe Ausfall von Nils Rütten mitverantwortlich dafür, dass der BSC am vergangenen Samstag gegen den FC in der ersten Hälfte gehörig ins Schwimmen geriet. "Er ist immens wichtig, um das Zentrum dichtzumachen", meint der BSC-Trainer.

Rütten musste nach einem Foul von FC-Kapitän Lucas Nottbeck mit einer Augenverletzung nach zehn Minuten raus. "Es sieht aber gut aus, dass er am Freitag wieder spielen kann", meint der BSC-Trainer. Auch Shunya Hashimoto, dessen Rückkehr viele schon gegen den FC erwartet hatten, macht weiter Fortschritte. Laut Mager könnte der Japaner am Freitag eine Option für den 18er-Kader sein. Ansonsten seien alle anderen Akteure bei annähernd 100 Prozent.

Mit Mager in die Winterpause

Ungeachtet der eigenen Stärken und Schwächen ist für den BSC-Trainer der vorletzte Gegner im Kalenderjahr 2018 der uneingeschränkte Überflieger der Liga. "Man muss sich nur einmal anschauen, wer bei den Kölnern alles nicht spielt, um deren Qualität halbwegs ermessen zu können." Da wäre zum Beispiel der lange verletzte Mike Wunderlich, der nun rotgesperrt nicht zur Verfügung steht. Ein Sascha Eichmeier konnte verletzungsbedingt in dieser Saison noch keine einzige Partie bestreiten. Dafür holten die Höhenberger mit Albert Bunjaku einen bundesligaerfahrenen Stürmer. Der Ex-Nürnberger traf in zwölf Einsätzen bislang fünf Mal.

Mager und sein Trainerteam konzentrieren sich derweil mit jeder Faser auf die Spiele am Freitag gegen die Viktoria und auf die abschließende Partie am 15. Dezember gegen Aufsteiger TV Herkenrath. Daran, dass die sportliche Leitung des BSC Mager möglicherweise überreden könnte, bis zum Saisonende im Amt zu bleiben, verschwendet der 27-Jährige nach eigenem Bekunden "keinen Gedanken". Laut BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz wird es einen verantwortlichen Trainer erst nach der Winterpause geben, der dann das Amt am 7. Januar 2019 übernehmen wird. "Das ist unsere Timeline", sagt Schmitz.