1. FC Köln

Selbstbewusst nach Sandhausen - Geduldig sein und siegen

KÖLN.  Die letzte Ausfahrt in der Zweitliga-Saison 2012 heißt für den 1. FC Köln Sandhausen. Am Donnerstag machte sich der Tross um Cheftrainer Holger Stanislawski mit dem Bus auf den Weg in die Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis, etwa acht Kilometer südlich von Heidelberg.
Viel Lob für seine Mannschaft hat FC-Trainer Holger Stanislawski. Foto: dpa

Mit im Gepäck befindet sich dabei "großes Selbstbewusstsein", wie Stanislawski gestern vor der Abfahrt noch einmal deutlich machte. Der Frust nach dem 2:2 gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig, als der FC in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen musste, ist verflogen. Heute um 18 Uhr gilt es für die Kölner, zum Auftakt des 19. Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga, beim SV Sandhausen mit einem dreifachen Punktgewinn den Anschluss an die oberen Regionen herzustellen.

Denn wie schon auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag bekräftigte Stanislawski auch gestern noch einmal: "Der Aufstieg ist für uns nach dem Umbruch in diesem Jahr keine Pflicht. Aber sollten nach der Saison noch zwei Begegnungen in der Relegation zum Aufstieg in die 1. Bundesliga anstehen, hätte ich auch nichts dagegen."

Für Mikael Ishak (zuletzt in der Startformation) berief der Trainer als einzige Veränderung zum Braunschweig-Spiel Chong Tese in den Kader. Hinsichtlich der Aufstellung ist eine taktische und personelle Änderung zu erwarten. Während Stanislawski gegen die Eintracht die offensivere Variante wählte und im defensiven Mittelfeld nur Matthias Lehmann aufbot, wird heute in Sandhausen wieder mit einer sogenannten "Doppelsechs" aufgelaufen. Neben Lehmann dürfte auf dieser Position Adam Matuschyk spielen.

Auf die leichte Schulter werden die Geißböcke den Gegner nicht nehmen, obwohl Sandhausen zurzeit den vorletzten Tabellenplatz belegt. Da ist zum einen die unschöne Erinnerung an das Hinspiel. Damals, am 10. August, musste sich der FC durch ein spätes Gegentor in Minute 89 durch Regis Dorn mit einem 1:1 begnügen. Zum anderen warnt Stanislawski: "Sandhausen ist eine physisch starke Mannschaft, die sehr lauf- und zweikampfstark ist. Dieses Duell müssen wir annehmen. Wir müssen geduldig sein und aufpassen, dass wir nicht in Kontersituationen laufen."

Den großen Spaß, den Holger Stanislawski nach eigenem Bekunden an seiner Arbeit hat ("Und dies sieben Tage die Woche"), sieht der Fußballlehrer auch bei seiner Mannschaft. "Eine solche Truppe hatte ich bisher nur in dem Jahr, als ich mit St. Pauli in die 1. Bundesliga aufgestiegen bin."

Und der 43-jährige gebürtige Hamburger fügt hinzu: "Die Jungs sind selbstkritisch und wissen ihre Leistung gut einzuschätzen." Und weil es zuletzt gegen das Spitzentrio Braunschweig, Hertha BSC und Kaiserslautern jeweils zu einem Unentschieden reichte und der FC immer auf Augenhöhe agierte, sagt Stanislawski selbstbewusst: "Wir können jeden Gegner schlagen und das weiß auch die Mannschaft. Der Gegentor in der Nachspielzeit gegen Braunschweig hat die Jungs nicht aus der Bahn geworfen. Die wollen es heute einfach besser machen."

Andererseits nimmt "Stani" seine Spieler aber auch in die Pflicht: "Jedem Spieler ist bewusst, wie wichtig diese Begegnung ist. Wenn wir in Sandhausen nichts holen, war der Punkt gegen Braunschweig nichts wert. Es geht darum, mit einem guten Gefühl nach Stuttgart zu fahren." Denn dort bestreiten die Kölner im Achtelfinale des DFB-Pokals am kommenden Mittwoch um 20.30 Uhr beim VfB die letzte Partie des Jahres. Doch zuvor wollen die rund 1500 Kölner Fans, die den Club im 12 100 Zuschauer fassenden Hardtwaldstadion unterstützen wollen, einen Sieg gegen Sandhausen sehen.

Für Daniel Ischdonat, den in Leverkusen geborenen Torhüter des Gastgebers, ist es derweil keine besondere Partie. "Wir brauchen Punkte - egal gegen welchen Gegner", weist die Nummer eins auf den prekären Tabellenstand des Aufsteigers hin. Der Torschütze des SV im Hinspiel ist nicht dabei. Dorn fehlt nach einem Kreuzbandriss.

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